„Krone“ kennt den Plan

Buntes Leben folgt auf Totenruhe am Domplatz

Ausgegraben hat es sich ja bereits seit November am St. Pöltener Domplatz. Jetzt liegen der „Krone“ die ersten Pläne für seine neue Nutzung vor. Schon nächstes Jahr soll mit dem Umbau begonnen, der historische Platz bis zum Frühjahr 2023 dann nicht nur autofrei, sondern auch zum kulturellen Zentrum werden.

Knapp zehn Jahre dauerten die archäologischen Grabungen am St. Pöltener Domplatz an. Während sich die Wissenschaft jetzt der Untersuchung von mehr als 300.000 historischen Einzelfunden widmen kann, richtet sich der Blick der Politik in die Zukunft. Der „Krone“ liegen die zwischen Stadt, Land und der Diözese St. Pölten akkordierten Nutzungspläne nun vor. „Der Platz soll hinsichtlich seines Erscheinens aber auch in puncto Nutzung aufgewertet werden“, fasst Stadtchef Matthias Stadler (SP) das Vorhaben zusammen.

Die Grundlage für all diese Planungen bildet die autofreie Nutzung des Platzes. Die Stellplätze sollen, wie berichtet, in eine Tiefgarage verlegt werden und nur ein paar Behindertenparkplätze und Bedarfszufahrten bestehen bleiben. Die dadurch neu gewonnene Fläche wird dann durchgehend ebenerdig gestaltet sowie teilweise mit flexiblen Möbeln ausgestattet sein und mit einer neuen Baumzeile begrünt. Zwischen diesem neu gewonnen Grün und den angrenzenden Räumen des Palais Wellenstein soll auch ein neuer Schanigarten entstehen, für die ein eigener Pächter gesucht wird.

Fest steht ebenso, dass der Platz in der Mitte parallel zum Dom mit Natursteinen gepflastert werden soll. „Zuvor sind hier aber noch unterirdische Einbauten für den Marktbetrieb und Veranstaltungen vorzusehen,“ erklärt Stadtbaudirektor Wolfgang Lengauer. Während die Bauarbeiten nächstes Jahr starten, soll der Platz im Frühjahr 2023 fertiggestellt und bespielt werden können. Konkret geplant sei hier die Wiederaufnahme des Formats „Film am Dom“ ebenso wie ein Spezialkonzert des Tonkünstler-Orchesters bei freiem Eintritt. Im Kulturjahr 2024 sind zudem weitere Highlights geplant.

„Das alles dann zwar auf einem neu verwandelten, aber immer noch historisch wertvollen Platz“, so der Bürgermeister. Denn mit seinen geschichtsträchtigen Gebäuden und den insgesamt 22.134 freigelegten Skeletten ist der Domplatz immerhin der größte „ausgegrabene“ Friedhof der Welt.

Nikolaus Frings, Kronen Zeitung

Nikolaus Frings
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