30.06.2020 08:00 |

Studien am Prüfstand

Sparstift trifft Kultur-Fächer an Universität

Die Coronakrise sowie die sinkende Zahl an Studenten setzen dem Budget der Uni Salzburg stark zu - die „Krone“ berichtete. In drei Wochen will das Rektorat einen Entwurf mit Sparmaßnahmen vorlegen. Die Kultur- und Gesellschaftswissenschaften könnten aufgesplittet werden, einige Fächer zittern um ihr Bestehen.

Um finanziell über die Runden zu kommen, muss die Uni Salzburg jetzt den Sparstift ansetzen. „Wir prüfen derzeit, wo wir einsparen könnten. Gespräche mit den Fachbereichen laufen“, erklärt Martin Weichbold, Vizerektor für Lehre. Während auf höchster Ebene diskutiert wird, brodelt indessen die Gerüchteküche. Laut „Krone“-Informationen könnten sechs Fächer - darunter Altertumswissenschaften, Kunstgeschichte und Slawistik - geschlossen werden. Auch der Fachbereich Kultur- und Gesellschaftswissenschaften könnte auf andere Bereiche aufgeteilt werden. Fix ist aber noch nichts. „Wir sind momentan dabei, alle Fächer auf ihren Inhalt sowie ihre Qualität zu überprüfen. Da kann es sein, dass manche Fächer in andere eingegliedert werden oder - im Notfall - auch ausgesetzt werden“, meint Weichbold.

Es entspräche schließlich nicht den Ambitionen des neuen Rektorats, das Studienangebot für immer gleich zu lassen. „Wir müssen ständig darauf achten, unsere Studienangebote attraktiv zu gestalten und an das Angebot auf dem Arbeitsmarkt anzupassen“, so der Vizerektor. Welche Fächer davon aber tatsächlich betroffen sind und welche Änderungen wirklich auf die Uni zukommen, ist unklar. Der schriftliche Entwicklungsplan wird im Herbst in zwei Senatssitzungen eingebracht und diskutiert, bevor das Konzept im Dezember an das Ministerium gelangt.

„Streichungen von Stellen dürfen nicht zu finanziellen und beruflichen Nachteilen von Studenten werden“, betonen ÖH-Vertreter.

Stephanie Angerer
Stephanie Angerer
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