24.06.2020 18:00 |

AK-Interview

Keine Angst vor Reisen ins Ausland

Arbeiterkammer Salzburg Präsident Peter Eder beruhigt Arbeitnehmer. Sind die Grenzen geöffnet, hat man rechtlich nichts zu befürchten.

Herr Eder, darf der Arbeitgeber im Falle einer Corona-Infektion nach einer Auslandsreise den Lohn einfrieren?
Nein. Alle Länder, zu denen die Grenzen geöffnet sind, dürften auch bereist werden. Was erlaubt ist, gilt nicht als grob fahrlässig. Infiziert man sich in Italien, Kroatien oder Deutschland mit Corona, geht man ganz normal in den Krankenstand – wie bei einer Grippe. Arbeitnehmer erhalten dann natürlich auch Entgeltfortzahlung vom Arbeitgeber. Anders sieht die Situation nur aus, wenn man zum Beispiel nach Großbritannien, Spanien, Portugal oder etwa in die Lombardei reist. Denn für diese Länder gilt noch eine offizielle Reisewarnung der Stufe sechs.

Was passiert, wenn man nach Italien reist und plötzlich werden die Grenzen wieder gesperrt?

Nichts. Wenn man in Italien ist und sie sperren die Grenzen, dann liegt das nicht in der Macht des Arbeitnehmers. Das ist wie bei einem Vulkanausbruch.

Darf der Arbeitgeber nach Urlaubsrückkehr zum Corona-Test verpflichten?

Nein. Denn Arbeitnehmer dürfen nicht entmündigt werden.

Machen Sie diesen Sommer Urlaub im Ausland?

Ja. ich fahre mit meiner Familie nach Kroatien segeln – und zwar ohne Angst. Wir dürfen uns nicht verunsichern lassen – es geht uns allen besser, wenn wir raus können und Spaß haben. Wir brauchen eine gute Grundstimmung in der Bevölkerung, damit die Wirtschaft wieder angekurbelt wird.

Karina Langwieder
Karina Langwieder
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