Festnahme

Polizei liefert sich mit Schlepper Verfolgungsjagd

Ein Schlepper, der fünf syrische Flüchtlinge an Bord seines Pkws hatte wurde nach einer Verfolgungsjagd von der Polizei gestoppt. Es war nicht seine erste Fahrt.

Mitarbeiter der Asfinag-Mautaufsicht wollten am 17. Juni gegen 5.20 Uhr auf der Innkreisautobahn in Fahrtrichtung Deutschland einen Pkw kontrollieren, der keine Vignette an der Windschutzscheibe angebracht hatte. Aus der geplanten Anhaltung an einem Parkplatz in der Gemeinde Kematen am Innbach wurde aber nichts, weil der Lenker sämtliche Anhalteversuche missachtete und mit hoher Geschwindigkeit Richtung Suben flüchtete.

Flucht mit 200 km/h
Eine Polizeistreife sichtete das Fahrzeug um etwa 5.30 Uhr auf Höhe einer Betriebsumkehr und nahm mit eingeschaltetem Blaulicht die Verfolgung auf. Trotz einer Geschwindigkeit von teilweise über 200 km/h konnten die Polizisten nur langsam auf das Fahrzeug aufschließen.

Gefährliche Manöver
In Ort im Innkreis fuhr der Flüchtende von der Autobahn ab und auf der B 143 Richtung Braunau weiter. Dabei überfuhr er in der Ausfahrtskurve Leitpflöcke und Kurvenleitbaken und kam beinahe von der Fahrbahn ab. Im Gemeindegebiet von Reichersberg gelang es der Streife das Auto anzuhalten.

Zwei Syrer im Kofferraum
Es stellte sich heraus, dass es sich um ein Schlepperfahrzeug handelte und sich außer dem Lenker noch fünf syrische Flüchtlinge darin befanden. Zwei von ihnen hatten im Kofferraum Platz genommen. Beim Lenker handelte es sich um einen 27-jährigen Syrer, der in Deutschland wohnt und dort bereits ein anerkannter Flüchtling ist.

Fahndung
Bei der Festnahme der Insassen gelang es einer Person zu fliehen. Eine Fahndung verlief bislang ohne Erfolg.

Auftrag von Schlepperorganisation
Bei seiner Einvernahme zeigte sich der 27-Jährige geständig und gab an, von einer unbekannten Schlepperorganisation den Auftrag für diese Fahrt erhalten zu haben. Außerdem gab er zu, bereits im Mai Menschen von Österreich nach Deutschland geschleppt zu haben. Er wurde über Anordnung der Staatsanwaltschaft Ried im Innkreis in die Justizanstalt Ried im Innkreis eingeliefert. Die vier Geschleppten, ein 25-Jähriger, ein 20-Jähriger, ein 19-Jähriger und ein 17-Jähriger wurden zur PI Wels Fremdenpolizei gebracht.

 OÖ-Krone
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Mittwoch, 08. Juli 2020
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