Alte Umweltsünden

Dicke Luft rund um Welser Mülldeponie am Stadtrand

Ein Gutachten des Umweltbundesamtes wirbelt in Wels viel Staub auf. Die Prüfer stellten auf einer vor 50 Jahren stillgelegten Mülldeponie am nördlichen Stadtrand auf rund 2,2 Hektar erhebliche Schadstoffmengen fest. Über Verursacher, Zuständigkeit und Übernahme der Sanierungskosten wird heftig diskutiert.

„Ich lasse mir die Stadt nicht mit Müll und Dreck bewerfen. Wir sind für die Maurer-Deponie nicht zuständig. Uns gehört das Grundstück auch nicht“, sieht sich der Welser FPÖ-Bürgermeister Andreas Rabl in der Causa außen vor.

Warten auf Stellungnahmen
Er hat von den Ministerinnen Leonore Gewessler (Klimaschutz) von den Grünen und Elisabeth Köstinger (Umwelt) von der ÖVP um eine Stellungnahme gebeten. „Leider warte ich seit drei Wochen auf eine Antwort. Für mich ist aber klar, dass bei einer Gefährdung die sofortige Sanierung durch den Bund erfolgen muss“, so Rabl.

Keine Schadenersatzansprüche
In zwei Gerichtsverfahren wurde laut dem Stadtchef festgestellt, dass die Stadt in der Maurer-Deponie rechtmäßig Müll entsorgt hat und auch deswegen keinerlei Schadenersatzansprüche gegen die Stadt bestehen.

Ammonium im Grundwasser
„So leicht kann sich der Bürgermeister nicht aus der Affäre ziehen“, ist für den Grünen-Gemeinderat Thomas Rammerstorfer die Sache bei weitem nicht so eindeutig. „Auf dem Areal wurde nicht nur Hausabfall entsorgt. Es ist Aufgabe der Stadt die Verursacher zu finden und diese zur Rechenschaft zu ziehen“, schrillen bei dem Grünen-Politiker nach dem Gutachten des Umweltbundesamtes die Alarmglocken. Im Grundwasser wurde unter anderem auch eine geringe Beeinflussung durch Ammonium festgestellt.

Mario Zeko, Kronen Zeitung

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Freitag, 29. Oktober 2021
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