15.06.2020 11:56 |

Wunderstoff CBD

Was können CBD-Produkte wirklich?

Fast täglich tauchen neue Produkte in Verbindung mit dem neuen Wunderstoff CBD auf und genauso vielfältig wie die Produkte scheinen die Fragen der Verbraucher zu diesem Thema. Was genau ist eigentlich CBD? Wieso ist es keine Droge, wenn es doch von der Cannabispflanze stammt? Was ist der Unterschied zwischen Cannabis, CBD, Marihuana und Hanf? Und wieso werden Produkte wie das CBD von Natucan.de und anderen Anbietern immer beliebter? Hier soll Klarheit ins Dunkle gebracht und die Fragen ausführlich beantwortet werden. 

Alles beginnt mit der Hanfpflanze
Cannabidiol (CBD) ist eine organische Substanz, welche hauptsächlich in den Blüten der weiblichen Cannabispflanze zu finden ist. Cannabis wiederum ist nichts anderes als eine Pflanzengattung innerhalb der Hanfgewächse. Der Name Cannabis ist abgeleitet vom lateinischen „kannabis“ und wird umgangssprachlich meist in Verbindung mit Drogen gebraucht. Die Hanfpflanzen, aus denen zum Beispiel Marihuana gewonnen wird, sind die Sorten Cannabis indica oder Cannabis sativa.

Die Hanfpflanze ist eine uralte Nutzpflanze, welche ursprünglich in Ägypten und China angebaut wurde. Sie diente als Lieferant für Nahrungsmittel, Fasern und auch damals schon zu medizinischen Zwecken. Später baute man Hanf in fast allen europäischen und asiatischen Ländern an, sodass sie bald zum wichtigsten Rohstoff für die Herstellung von Segeltuch, Seilen, Ölprodukten, Bekleidung und Papier avancierte. In Folge der Marihuana-Prohibition geriet die Hanfpflanze mächtig unter Druck und wurde daraufhin in vielen Ländern verboten. Und so fing man erst in den 90er Jahren wieder damit an, das Anbauverbot für Nutzhanf nach und nach aufzuheben. Mittlerweile wurden neue Anwendungsfelder dieser robusten Pflanze entdeckt.

Hanf in der Traditionellen Chinesischen Medizin
Das Harz aus den Blüten der weiblichen Hanfpflanze, welches auch das begehrte Cannabidiol enthält, wurde bereits in der Antike in der chinesischen Medizin als Betäubungsmittel verwendet. Und so gehört Cannabis in der Traditionellen Chinesischen Medizin zu einem der grundlegendsten medizinischen Kräuter, welche für die Behandlung einer Reihe von Symptomen und Beschwerden angewandt wird.

Cannabidiol - das Cannabismittel ohne Rauschwirkung
Die Cannabispflanze produziert im Harz der weiblichen Blüten viele wertvolle Substanzen. Dazu gehören neben den Cannabinoiden wie CBD und THC auch Terpene und Flavonoide.

Terpene sind chemische Verbindungen, die als Naturstoffe meist pflanzlichen Ursprungs sind. Auch in dem Blütenharz der Cannabispflanze findet man Terpene. Sie gelten bereits seit langem biologisch als auch pharmazeutisch als sehr interessant, sind allerdings bis heute nur lückenhaft erforscht.

Flavonoide sind ebenfalls eine Gruppe von Naturstoffen, zu denen zum Beispiel ein Großteil der Blütenfarbstoffe gehört. Ihnen werden vor allem antioxidative Eigenschaften zugeschrieben und sie finden bereits Verwendung in der Medizin.

Cannabinoide, die dritte Gruppe der Naturstoffe in der Cannabispflanze, sind noch wenig untersucht. Auf sie wurde die Forschung aufmerksam, als es um die Wirkweise von THC (Tetrahydrocannabinol) ging. In der Hanfsorte Cannabis sativa befinden sich mindesten 113 dieser Cannabinoide. THC besitzt eine berauschende Wirkung und ist verantwortlich für die Drogengeschichte der Cannabispflanze. Dennoch hat es auch aus medizinischer Sicht viele wertvolle Eigenschaften und ist seit 2017 in Deutschland in Apotheken auf ärztliche Verordnung erhältlich.

CBD hat eine ähnlich große therapeutische Bedeutung wie THC. Im Gegensatz zu diesem besitzt es jedoch keine berauschende Wirkung und ist aufgrund dessen für den freien Handel in Deutschland zugelassen. Auch wenn sich die zuständigen Stellen immer noch nicht abschließend einig sind, wie CBD genau einzustufen ist - als Medizin oder Lebensmittel - darf es momentan frei verkauft und konsumiert werden. Sämtliche CBD Produkte dürfen jedoch kein THC bzw. nicht mehr als 0,3 % THC enthalten. Des Weiteren müssen sich die Hersteller bei der Herstellung ihrer Produkte an strikte Regeln halten.

Bei der Erforschung der Cannabinoide auf den menschlichen Organismus stieß man auf das Endocannabinoid System im menschlichen Körper. Cannabinoide wie THC und CBD sind in der Lage, mit diesem System zu interagieren und ganz bestimmte Prozesse in Gang zu setzen, die bei bestimmten Beschwerden eine lindernde Wirkung haben.

Unterschied zwischen Cannabis und Marihuana
Wie bereits angedeutet sind Cannabis und Marihuana nicht das Gleiche. Cannabis ist die Hanfpflanze, Marihuana die getrockneten Blüten. In einigen Hanfpflanzen findet man das Cannabinoid THC in besonders hohem Gehalt in den Blüten der weiblichen Hanfpflanze - und auch nur in dieser. Die Blüten und blütennahen Blätter werden getrocknet und zerkleinert zum Rauchen verwendet. Das ist dann das sogenannte Kiffen. Das in Marihuana enthaltene THC wirkt psychoaktiv, das heißt, es hat eine berauschende Wirkung.

Wie wirkt CBD?
Cannabidiol war lange völlig unbekannt und wurde erst vor kurzem als ein häufig vorkommendes Cannabinoid in der Cannabispflanze entdeckt. Es hat wie gesagt keine berauschende Wirkung, verfügt aber über ein recht großes therapeutisches Potenzial, wie es bereits von unzähligen Anwendern bestätigt wurde.

Aufgrund seiner vier therapeutischen Haupteigenschaften sind die Anwendungsgebiete von CBD ziemlich breit gefächert und es kommen immer weitere neue Erkenntnisse hinzu. Sie sind entzündungshemmend, schmerzlindernd, entkrampfend und beruhigend.

CBD - Forschungsergebnisse
Der neuseeländische Cannabis Spezialist Gram Gubransen veröffentliche Anfang 2020 eine Studie, in der es um folgende Hauptschwerpunkte ging:

  • Schmerzen - Patienten mit rheumatischen Erkrankungen, Fibromyalgie, Migräne und chronisch entzündlichen Darmerkrankungen
  • krebsbedingte Beschwerden - Übelkeit, Schmerzen, Stress
  • psychische Probleme - waren Ängste und Depressionen
  • neurologische Erkrankungen - Multiple Sklerose, Epilepsie, Neuropathien und Morbus Parkinson

    Von 400 Patienten waren 250 mit der Wirkung von CBD sehr zufrieden. Deutliche Verbesserungen konnten bei den folgenden Symptomen verzeichnet werden: Schmerzen, Ängste, Schlafstörungen und Depressionen.

Bereits 2015 wurde von Forschern in Los Angeles davon berichtet, dass CBD als potentielles Mittel bei der Behandlung von pädiatrischer Epilepsie Anwendung finden könnte. Eine durchgeführte Studie dokumentiert, dass 85 % aller Eltern der betroffenen Kinder von einer gesunkenen Anfallrate berichteten und dass sogar 14 % eine völlige Anfallsfreiheit bei ihren Kindern beobachten konnten. Zusätzlich konnte mit der Einnahme von CBD bei denselben Patienten eine deutliche Verbesserung des Schlafs, der Stimmung und der Wachsamkeit beobachtet werden. In New York wurde daraufhin im Jahr 2016 eine ähnliche Studie durchgeführt. Diese kam auf annähernd die gleichen Ergebnisse.

Schon seit Längerem wird davon ausgegangen, dass Cannabidiol entzündungshemmend wirkt, das Nervensystem schützt und außerdem das Wachstum von Nervengewebe fördern kann. So wurde zum Beispiel in mehreren kleineren Studien nachgewiesen, dass es Parkinson Patienten gelang, mithilfe von CBD ihre Lebensqualität deutlich zu verbessern.

In Italien in der Universität von Milan erläutern Forscher, dass CBD eine antipsychotische Wirkung besitzt und es daher zur Behandlung von Patienten mit generalisierten Angststörungen eingesetzt werden kann. Eingesetzt während einer Studie zu Schizophrenie konnte CBD nach einer sechswöchigen Behandlung nicht nur die psychotischen Symptome der Patienten mindern, sondern auch deren kognitive Leistungsfähigkeit deutlich verbessern.

Eine Studie zur Behandlung bzw. Vorbeugung von Krebs brachten ebenfalls sehr interessante Ergebnisse hervor. CBD sorgt zum Beispiel aufgrund seiner entzündungshemmenden Wirkung für Linderung bei Beschwerden, die im Zusammenhang mit einer Chemotherapie auftreten. Dabei wurde zusätzlich festgestellt, dass es auch antioxidativ wirkt und somit menschliche Zellen vor unerwünschter Mutation schützen kann.

All die umfangreichen komplexen Prozesse rund um Cannabidiol und dem Endocannabinoid Systems unseres Körpers sind noch lange nicht ausreichend erforscht. Dennoch gibt es schon jetzt viele Studien und Untersuchungen, die Hoffnung geben. Nicht zuletzt, weil das Endocannabinoid System des menschlichen Körpers bei neurodegenerativen Erkrankungen eine große Rolle spielt, wird davon ausgegangen, dass CBD für deren Behandlung ein riesiges Potenzial besitzt.

CBD Dosierung
Am einfachsten für die Dosierung und vielleicht auch deshalb so beliebt ist das CBD Öl. Als Einstieg genügen hier kleinste Mengen von 2-3 Tropfen eines 5 % CBD Öls dreimal täglich eingenommen. Am besten findet man seine individuelle Dosis durch ein langsames Herantasten über mehrere Tage. Dabei sind die Berichte von unzähligen Menschen mit CBD Erfahrungen oft sehr hilfreich. Für eine schnelle Wirkung nimmt man CBD Öl am besten sublingual ein - unter die Zunge geträufelt wird es 1-2 Minuten dort gehalten, bevor man es herunterschluckt.

CBD kaufen
Wer sich nun ein Öl für seine erste CBD Öl Anwendung kaufen möchte, sollte dies bei zertifizierten Händlern tun. Zusätzlich kann man nach Trusted Shop Gütesiegeln und Trusted Shop Bewertungen Ausschau halten, um sich eine gute Qualität bestätigen zu lassen. Leider ist CBD Öl in der Apotheke immer noch recht teuer, was jedoch auch hier nicht unbedingt einer besseren Qualität entspricht.

Neben der Zertifizierung kann man auf eine biologische und umweltfreundliche Produktion achten, um sicherzugehen, dass die angebotenen Produkte frei von Pestiziden und anderen schädlichen Substanzen sind. Das Gleiche trifft natürlich auch für andere Produkte wie CBD Liquids, Kapseln oder Sprays zu.

Wie bereits erwähnt sind die anderen Substanzen der Cannabisblüten ebenfalls medizinische von Bedeutung, sodass man beim Kauf eines CBD Öl immer in Vollspektrum Öl bevorzugen sollte. Das Extrakt in solchen Ölen enthält das volle Spektrum der natürlichen Substanzen - also nicht nur CBD, sondern auch noch andere Cannabinoide, Terpene und Flavonoide - und mittlerweile gehen Forscher davon aus, dass das Zusammenspiel all dieser Substanzen eine besonders gute Wirkung verspricht.

Achtung bei angebotenem Hanföl. CBD Öl und Hanföl sind nicht dasselbe. Hanföl wird aus Hanfsamen hergestellt und enthält kein CBD, es sei denn, ihm wurde ein CBD Extrakt hinzugefügt, was dann jedoch auch auf der Flasche stehen müsste. Hier nutzen einige die Unkenntnis der Verbraucher und verkaufen eigentlich günstiges Hanföl für deutlich überteuerte Preise.

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