Fr, 21. September 2018

"Überläufer"

25.08.2010 18:25

Ein Wolf streunt durch die Karawanken

Aufregung in Zell-Pfarre: Was viele schon vermutet haben, wurde jetzt auch von den Sachverständigen der Kärntner Jägerschaft bestätigt: Ein Wolf hat in den vergangenen Wochen einige Schafe gerissen. Dass das scheue Raubtier hier sesshaft ist, gilt allerdings als unwahrscheinlich, soll jedoch jetzt beobachtet werden.

"Es wurden bei uns konkrete Schadensfälle aus Zell gemeldet", bestätigt Freydis Burgstaller-Gradenegger, Geschäftsführerin der Kärntner Jägerschaft. Ein Sachverständiger hat sich die gerissenen Schafe genau angesehen. Und der Experte konnte die Vermutung der Bauern und Jäger bestätigen: Ein Wolf hat die Tiere gerissen. Es gibt sogar schon Meldungen, dass der scheue Wolf gesichtet worden wäre.

"Uns liegen derzeit noch keine solchen Berichte oder gar Bilder vor", erklärt Burgstaller-Gradenegger. Doch soll jetzt das Gebiet um Zell-Pfarre überwacht werden. "Um wirklich sicher zu gehen, dass es sich um einen Wolf handelt, ist es auch möglich, dass Fotofallen aufgestellt werden", erklärt Burgstaller-Gradenegger.

"Überläufer" hat über die Grenze gewechselt
Bei dem scheuen Waldbewohner dürfte es sich allerdings um einen sogenannten "Überläufer" handeln. Es komme, so die Geschäftsführerin der Jägerschaft, immer wieder vor, dass Wölfe über die Grenzen nach Kärnten wechseln.

Der Wolf darf übrigens nicht getötet werden. Das seltene Tier ist  strengstens geschützt! Für die Schäden, die der Isegrim anrichtet, ist die Jägerschaft wie bei Bärenrissen versichert. Burgstaller-Gradenegger: "Geld gibt es nach der Bestätigung durch Sachverständige."

von Katrin Fister, "Kärntner Krone"

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