Profi-Online-Spieler

„E-Sports wird normalen Sport nicht ersetzen“

Als beim Lockdown die Offline-Welt immer leiser wurde, ging online die Post ab. Mit ihrem Ursprung aus Amerika ist die „Quarantine Series“ auch in Europa bei der „Super Smash Bros.“ Community sehr beliebt. Der Wiener VCA-Veranstalter Reed Exhibitions und der schwedische Profi-Spieler sowie Veranstalter der „Quarantine Series“ tun sich zusammen und richten am 6. und 7. Juni das größte Online „Super Smash Bros. Ultimate“ Turnier Europas aus. City4U sprach mit dem schwedischen Profi-Spieler Adam Lindgren, besser bekannt als Armada.

Wie bist du zu E-Sports gekommen?

Man kann sagen, dass ich im Jahr 2003 bei schwedischen Nintendo-Meisterschaft mit Wettbewerben begonnen habe. 2005 startete Melee Events in Schweden und seit diesem Punkt wurde die Teilnahme an solchen Events Gewohnheit. Der Grund, wieso ich gestartet habe, ist von dem Fakt begründet, dass Videospiele schon mein ganzes Leben lang meine Leidenschaft waren. Ich habe mit dem Spielen begonnen, als ich gerade mal einen Controller halten konnte und wollte immer gewinnen.

Wieviel Geld kann man mit E-Sports machen, als Profi oder Hobby-Spieler?

Es ist schwer zu sagen, was professionelle Spieler verdienen. Viele Spieler verdienen auch via Twitch und YouTube Geld. Wenn man die Bandbreite bei professionellen Spielern ansieht, würde ich sagen, das geht von Leuten, die fast nichts verdienen bis hin zu jenen, die Millionen von Dollar im Jahr einnehmen.

Denkst du dass du für E-Sport mal zu alt bist?

Ich glaube nicht, dass man dafür wirklich zu alt werden kann. Wenn man es mit Fußball vergleicht, sieht man da ja auch oft, dass ältere Spieler in anderen Positionen eingesetzt werden. Persönlich möchte ich gerne noch sehr lange spielen.

Glaubst du, dass E-Sports den „normalen“ Sport eines Tages verdrängen wird?

Nein, ich denke nicht, dass E-Sports den normalen Sport jemals ersetzen wird, aber ich glaube, es wird noch viel weiter wachsen und eines Tages vielleicht so normal wie normaler Sport sein.

Findest du es gut, dass durch Corona die Online-Turniere so populär geworden sind? Haben hier Spieler einen Vorteil bzw. tun sich einige damit schwerer?

Als jemand, der schon lange spielt, kann ich sagen, dass Online-Games ein fantastischer Weg sind, um sich online zu treffen. Viele meiner Freunde sind auch in der Szene und wenn wir keine Zeit für persönliche Treffen haben, treffen wir uns im Spiel - auch wenn ich persönliche Treffen bevorzuge. Der größte Nachteil am Gaming ist, dass es leicht passieren kann, dass man sich selbst isoliert. Viele Leute denken, Spieler haben keine soziale Interaktion, was in einer Hinsicht auch stimmen kann und ernst genommen werden muss, wenn es zu weit geht. Der Vorteil ist aber, dass man mit jedem auf der ganzen Welt spielen kann, wozu man sonst nicht die Möglichkeit hat.

Wie bist du darauf gekommen, so ein großes, europaweites Turnier zu machen? Machst du das alleine oder hast du Hilfe?

Als die Corona-Krise richtig begonnen hat, die ganze Welt zu betreffen, wurde es recht schnell klar, dass ein Turnier mit Personen in einem Raum nicht gehen würde. Auch wenn Online-Turniere manchmal ein Manko mit den Verbindungen haben, was es bei Offline-Events nicht gibt, ist es das, was wir jetzt haben. Ich habe für Melee auch ein anderes Event am 20.-21. Juni.

Warum machen so viele beim Turnier am 6. Juni mit und um welche Summe wird gespielt?

In den ersten 24 Stunden haben sich schon über 800 Spieler angemeldet und innerhalb von 36 Stunden waren alle Plätze voll. Es gibt eine Gebühr, um am Event teilzunehmen und Ultimate ist ein wirklich großes Spiel. Im Gesamten werden wir 1500 Dollar in Preisen haben. Der Gewinner erhält alleine 450 Dollar und wir bezahlen bis zum achten Platz aus.

Auf Twitch kann jeder die spannenden Duelle live mitverfolgen:
www.twitch.tv/vcaviennachallengersarena
twitch.tv/ArmadaUGS

Vanessa Licht
Vanessa Licht
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