05.06.2020 08:03 |

„Kommt Ibiza 2.0?!“

Neuer mysteriöser Countdown lässt das Netz rätseln

Bilder von Sebastian Kurz (ÖVP), der vermeintlichen russischen Oligarchen-Nichte sowie ein Countdown auf einer Website sorgen derzeit für Diskussionen in den sozialen Medien. Dabei ist teilweise sogar von einem möglichen „Ibiza 2.0” die Rede. Die tatsächlichen Erwartungen an die möglichen Enthüllungen dürften aber eher gering anzusetzen sein.

Die spärlich gestaltete Präsenz auf formentera.casa zeigt Bilder des österreichischen Bundeskanzlers, Sebastian Kurz, der vermeintlichen Oligarchen-Nichte aus dem Ibiza-Video sowie Aufnahmen, die auf Drogenkonsum anspielen und ein Bild einer Schredder-Aktion - das Ganze ist mit dem Lied „I ain’t got nobody” (ich habe niemanden) der US-Jazzsängerin Marion Harris unterlegt.

Countdown bis Samstag
Während viele Nutzer auf Facebook, Twitter und Co. eher von einer harmlosen Verschwörungstheorie ausgehen, machen sich einige auch Gedanken zu dem Hintergrund. Die Anspielung des Seitennamens auf die kleine spanische Insel Formentera lässt bei einigen Erinnerungen an das Ibiza-Video aufkommen, das bekanntlich zum Ende der türkis-blauen Koalition sowie den eben erst gestarteten Ibiza-U-Ausschuss geführt hat. Der Fokus bei der möglicherweise anstehenden Veröffentlichung dürfte diesmal aufgrund der Bildauswahl und der farblichen Gestaltung aber wohl auf der neuen Volkspartei und dem österreichischen Bundeskanzler liegen.

Verschwörungstheorie oder neue Enthüllungen?
Was genau mit Ablauf der Zeit am Samstag, 6. Juni um 6 Uhr veröffentlicht wird, ist derzeit reine Spekulation. Die Website wird momentan aber vorrangig von Personen geteilt, die auch gängigen Verschwörungstheorien offen gegenüberstehen. Die Erwartungen sind, auch in Anbetracht vergangener Countdown-Aktionen, wohl eher gering anzusetzen. Der Satiriker Jan Böhmermann hatte etwa im vergangenen Jahr mit einer ähnlichen Website neue Enthüllungen in der Ibiza-Affäre vermuten lassen, dann schließlich aber „nur“ ein Lied für ein gemeinsames, solidarisches Europa veröffentlicht.

Stephan Brodicky
Stephan Brodicky
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