Do, 16. August 2018

Hochwasser-Drama

21.08.2010 10:09

UNO: Weitere 200 Mio. Dollar für Pakistan zugesagt

Die Weltgemeinschaft hat Pakistan bei einer UNO-Geberkonferenz weitere 200 Millionen Dollar an Hilfe zugesagt. Das gab UN-Generalsekretär Ban Ki Moon am Freitag in New York bekannt. Seinen Worten nach hat die internationale Gemeinschaft "ihre Solidarität und Unterstützung für die Menschen in Pakistan ganz klar" zum Ausdruck gebracht. "Wir dürfen nicht nachlassen", plädierte Ban. Pakistan werde nach der verheerenden Überflutung weiter Teile des Landes "noch Wochen, Monate und Jahre Hilfe brauchen".

Die neuen Zusagen ergänzen Spenden in Höhe von 252 Millionen Dollar, die nach UN-Angaben seit dem Aufruf der Vereinten Nationen vergangene Woche eingingen. Insgesamt hatte die Organisation alle Welt aufgefordert, wenigstens 460 Millionen Dollar an Nothilfe für die Versorgung der Flutopfer in Pakistan im nächsten Vierteljahr zu geben.

Deutschland versprach bei der Geberkonferenz am Donnerstag in der UN-Vollversammlung, seine Unterstützung um weitere 32 Millionen auszubauen. Die USA wollen den notleidenden Pakistanern insgesamt 150 Millionen Dollar zur Verfügung stellen. China kündigte an, humanitäre Güter im Wert von 7,4 Millionen Dollar in das Katastrophengebiet zu schicken.

Auch NATO hilft
Humanitäre Hilfe soll auch von der NATO kommen. Das Militärbündnis will am Sonntag vom deutschen Flugplatz Geilenkirchen aus mit einer Frachtmaschine Hilfsgüter nach Pakistan bringen. Das teilte die westliche Allianz am Freitag in Brüssel mit. Die Hilfsgüter seien von der Slowakei gespendet worden. Das Flugzeug werde Generatoren, Wasserpumpen und Zelte in das von einer Flutkatastrophe geplagte Land bringen. Die NATO komme damit einem Wunsch der pakistanischen Regierung nach.

Das Deutsche Rote Kreuz plant für kommenden Dienstag einen zweiten Hilfsflug: Dann sollen von Berlin aus eine Trinkwasser-Aufbereitungsanlage für 15.000 Menschen sowie Katastrophenhelfer nach Pakistan gebracht werden.

Millionen Tiere wie Kühe, Schafe, Büffel und Hühner brauchten unter anderem dringend Futter, sagte die UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO). Millionen Tiere seien schon verendet. "Die Tiere sind für arme Leute zum finanziellen Überleben wichtig", so die FAO. Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde NDMA wurden von den Fluten rund 1.500 Menschen getötet und 2.000 weitere verletzt. Fast eine Million Häuser wurden zerstört.

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