27.05.2020 22:31 |

In letzter Minute

Start der neuen Ära der US-Raumfahrt verschoben

Der Start der neuen Ära der US-Raumfahrt soll nun doch erst am Samstag beginnen. Erstmals nach neunjähriger Pause hätten am Mittwoch wieder Astronauten von amerikanischem Boden aus zur Internationalen Raumstation ISS starten sollen, doch das schlechte Wetter machte kurz vor dem Start einen Strich durch die Rechnung. Bei einem Erfolg am Samstag wird es der erste bemannte Flug eines privaten Raumfahrtunternehmens - das des exzentrischen Firmengründers Elon Musk - ins Weltall. US-Präsident Donald Trump will auch bei dem zweiten Versuch vor Ort sein.

Laut der NASA bestand bereits im Vorfeld eine 60-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass der Start wegen schlechten Wetters verschoben werden muss. Wenige Minuten vor dem anvisierten Start um 22.30 Uhr MESZ trat die Befürchtung dann ein: „Wir werden heute nicht starten“, hieß es um 22.21 Uhr von der NASA. Über dem Kennedy Space Center in Cape Canaveral tobte in der Früh ein Gewitter und das US-Hurrikanzentrum warnte vor einem Tropensturm. 

USA wollen wieder unabhängig von Russland werden
Am Samstagabend wird der nächste Versuch gestartet. Macht das Wetter dann keinen Strich durch die Rechnung, dann soll eine „Falcon 9“-Rakete der US-Firma SpaceX vom Kennedy Space Center in Cape Canaveral (Florida) zur ISS starten. An Bord der „Dragon Crew“-Kapsel sind die beiden erfahrenen US-Astronauten Robert Behnken und Douglas Hurley. Klappt alles wie geplant, dann wird das Duo 19 Stunden später an der Internationalen Raumstation andocken.

Glückt die Mission Demo-2, wäre es die erste erfolgreiche Mission eines Privatunternehmens zur ISS und zugleich ein wichtiger Beitrag, die USA wieder unabhängig von russischen Raketen und Raumkapseln zu machen. Die NASA hatte ihr Spaceshuttle-Programm vor knapp neun Jahren wegen hoher Kosten und nach zwei tödlichen Unglücken eingestellt.

Auf russische „Sojus“-Kapseln angewiesen
Zuletzt waren im Sommer 2011 Astronauten mit der Raumfähre „Atlantis“ von der Abschussrampe 39A des Weltraumbahnhofs Cape Canaveral aus zur ISS geflogen. Danach mottete die NASA ihre Spaceshuttle-Flotte aus Kostengründen ein und war für Flüge zum Außenposten der Menschheit im All seither auf Russland angewiesen. Das war mit bis zu 80 Millionen Euro pro Flug in einer russischen „Sojus“-Kapsel nicht nur teuer, sondern kratzte auch mächtig am Ego der Amerikaner.

Anfangs herrschte große Skepsis
Trotz Anfangs großer Skepsis und nach einigen Schwierigkeiten steht SpaceX, das Raumfahrtunternehmen des exzentrischen Firmengründers Elon Musk, nun kurz vor dem Ziel. Sollte die erste bemannte Mission klappen, wäre dies für SpaceX ein Meilenstein.

Trump will auch am Samstag wieder vor Ort sein
Der Start der „Falcon 9“-Rakete mit einer bemannten „Dragon“-Kapsel ist so bedeutsam, dass US-Präsident Donald Trump ihn zumindest am Mittwoch persönlich im Kennedy Space Center in Florida mitverfolgen wollte und dies auch am Samstag vorhat, wie er auf Twitter bekannt gab.

Auch Ehefrau Melania und Vizepräsident Mike Pence waren nach Cape Caneveral gereist. Für die Allgemeinheit wird das Ereignis live im Internet übertragen.

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