18.05.2020 09:46 |

Blick in die Zukunft:

„Mit einem engagierten Team Verein neu aufstellen“

Der SV fisatec Rottenmann hat sich nach zwölf Jahren Abstinenz seine erste Saison in der Landesliga sicher ganz anders vorgestellt. Obmann Michael Fölsner erklärt fan.at die aktuelle Lage im Verein, wie man mit der Krise umgeht und wie man den Verein in Zukunft aufstellen möchte.

Sie waren schon vor zwölf Jahren beim SV Rottenmann Obmann, als man damals von der Landesliga in die Oberliga abgestiegen ist, wie haben sie diese Zeit in Erinnerung?
Fölsner: „Es war eine extrem schwierige Zeit, ein Abstieg eines Traditionsvereins ist immer schmerzhaft. Zudem waren auch finanzielle Schwierigkeiten an der Tagesordnung. Ich nahm die Herausforderung an, obwohl ich in diesem Bereich keine Erfahrungen hatte. Mir war es besonders wichtig, den gesellschaftlichen Auftrag im Rahmen des Sports für unsere Kinder und Jugendliche, aber auch für Erwachsene bestmöglich zu erfüllen.“

Wie hat sich der Verein seitdem verändert?
„Es war für mich selbstverständlich unternehmerische Struktur zu entwickeln bzw. einzuführen. Voraussetzung für einen gut funktionierten Verein, mit festem stabilem Fundament ist zweifelsohne eine angepasste Infrastruktur. Es ist gelungen in den letzten Jahren erhebliche Investitionen zu tätigen. Die Erneuerung des Kunstrasenplatzes, Installation einer Flutlichtanlage, Erneuerung des “Funcourt„, Überdachung der gesamten Terrasse, Neubau eines Carports, Trockenlegung des kleinen Turnsaals usw. und zu guter Letzt, konnte auch das Sportangebot in den Wintermonaten mit der Errichtung eines Eislaufplatzes erweitert werden. Ich hatte auch das Glück mit einem sehr engagierten Team den Verein neu aufzustellen.“

Was hat nach so vielen Jahren in der Oberliga den Unterschied ausgemacht, dass man nun, sehr überraschend, in der vergangenen Saison den Meistertitel holen konnte?
„Ich denke, dass ist die strukturierte Vereinsführung. Natürlich haben auch Trainer und Spieler einen erheblichen Anteil an den sportlichen Erfolg. Nur ein Umfeld, wo sich alle wohl fühlen, an einem Strang ziehen und dass die Gemeinschaft in den Vordergrund stellt, kann erfolgreich sein.“

Wie würden Sie die erste Saison nach dem Wiederaufstieg in die Landesliga beurteilen?
„Es ist natürlich eine Umstellung und man muss auch etwas Geduld haben. Sportlich ist es auf jedem Fall eine tolle Herausforderung. Die Voraussetzung haben wir geschaffen und auch ausgezeichnete Trainer und Spieler werden ihr Bestes geben, um den Klassenerhalt abzusichern.“

Sind Sie zufrieden mit der Entscheidung, dass die aktuelle Saison annulliert wurde?
„Ja, natürlich. Ich denke, dass ist die beste, aber auch fairste Entscheidung im Amateursport.“

Wie geht der SV Rottenmann mit der Corona-Krise derzeit um? Welche Schritte werden nun gesetzt, um den Spielbetrieb, wann auch immer dieser erfolgen wird, zu gewährleisten?
„Es ist für jeden eine besondere Situation, die wir uns alle gemeinsam stellen müssen. Wir können es wiederum nur im Team schaffen. Natürlich tun die finanziellen Einbußen sehr weh, aber ich denke es wird sich wieder eine gewisse Normalität einfinden. Wir sollten aber auch die Zeit nutzen, um nachzudenken, dass nicht alles selbstverständlich ist und vielleicht auch in Demut üben. Es ist auch eine gewisse Entschleunigung, die uns allen gut tun wird. Wir werden alles tun um den weiterbestand des SVR abzusichern und freuen uns sehr, wenn wir wieder Fußballspielen können, dürfen.“

Wo möchten Sie den SV Rottenmann in fünf Jahren sehen?
„Ich wünsche mir, dass wir uns in der Landesliga etablieren können und viele Jahre in der höchsten steirischen Spielklasse vertreten sein werden. Was ich mir aber mindestens genauso so sehr wünsche ist, dass weiterhin die vielen Kinder und Jugendliche die Möglichkeit haben, den tollen Mannschaftssport in Rottenmann auszuüben.“

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