17.05.2020 15:55 |

Bilanz

Umweltanwältin: „Der Natur eine Stimme geben“

Das Artensterben, die Zerstörung natürlicher Lebensräume und die zunehmende Lichtverschmutzung machen der Natur zu schaffen. In einem Bericht zeigt Salzburgs Umweltanwältin die größten Probleme auf. „In rund 300 Verfahren pro Jahr setzen wir uns für die Natur ein“, so Anwältin Gishild Schaufler.

„Unsere Aufgabe ist es, für die Natur Partei zu ergreifen, weil es oft sonst niemand tut“, berichtet Gishild Schaufler, Chefin der Landesumweltanwaltschaft. Gemeinsam mit ihrem Team veröffentlichte die Anwältin einen Bericht über die größten Herausforderungen, mit denen die Natur aktuell zu kämpfen hat. Rund 300 Verfahren bearbeitet die Umweltanwaltschaft pro Jahr.

Lichtverschmutzung großes Thema

„Ein großes Thema sind vor allem auch Beleuchtungsanlagen. Ob Flutlichtanlagen auf Fußballplätzen oder beleuchtete Skipisten, der Mensch greift aktiv ins Ökosystem ein. Viele Tiere, vor allem Insekten, geraten dadurch in Gefahr“, erzählt die Anwältin. Genauso gefährlich seien Lichtshows im Freien, die Zugvögel von ihrer natürlichen Flugbahn abbringen können. „Der Mensch dringt immer weiter in die Lebensräume von Tieren und Pflanzen ein. Wir setzen uns dafür ein, dass gewisse Standards eingehalten werden.“

Kritik von der Landwirtschaftskammer

Dafür musste die Landesumweltanwaltschaft in der Vergangenheit oft auch Kritik einstecken. „Von der Wirtschaftskammer und der Landwirtschaftskammer wurde uns vorgeworfen, dass wir nur unnötig Verfahren verzögern, ohne Verbesserungen für die Natur zu erreichen.“ Dabei müssten sie sich genauso an die Fristen halten wie alle anderen Parteien auch, stellt Schaufler klar.

Stephanie Angerer
Stephanie Angerer
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