07.05.2020 12:33 |

Prozess gestartet

Heroin nach Kärnten geschmuggelt

Wegen Suchtgifthandels haben sich am Donnerstag zwei Männer im Alter von 32 und 35 Jahren, sowie eine 26 Jahre alte Frau vor dem Landesgericht Klagenfurt verantworten müssen. Ihnen wird vorgeworfen, mehrere Kilogramm Heroin von Slowenien nach Kärnten geschmuggelt zu haben. 

Die Angeklagten bekannten sich teilweise schuldig, der 35-Jährige bestritt seine Schuld gänzlich. Staatsanwältin Sandra Agnoli wirft dem 32-Jährigen vor, 2018 und 2019 Heroin aus Slowenien geholt zu haben. In der Anklage ist von zehn Kilogramm die Rede. Da er selbst keinen Führerschein hat, habe er seine Mitangeklagten als Chauffeure eingesetzt. Der 32-jährige gab zu, die Drogen in Slowenien geholt zu haben, er bestritt aber die Zahl der Fahrten und die Menge.

Das Heroin will er vor allem für den Eigengebrauch geholt haben
Den Vorwurf, dass er einen schwungvollen Handel mit Heroin betrieben habe, bestritt er, lediglich der 26-Jährigen habe er hin und wieder etwas verkauft. Die 5.600 Euro in bar, die bei ihm zuhause gefunden worden waren, seien sein Erspartes gewesen, sagte er in seiner Einvernahme vor Richterin Michaela Sanin, die dem Schöffensenat vorsaß. Neben dem Drogenhandel wurde dem Mann auch Betrug vorgeworfen - obwohl er Einkünfte aus dem Drogenhandel hatte - bezog er nämlich Sozialleistungen.

Die 26-Jährige gab zu, den 32-Jährigen nach Slowenien geführt zu haben, sie habe auch immer mitbekommen, dass er dort Drogen holte. Als Lohn habe sie danach das Heroin billiger von ihm bekommen. Völlig anders lautete die Verantwortung des 35-Jährigen. Der Mann, der in Wien in der Drogenberatung gearbeitet hatte, sagte aus, dass er lediglich zu Ausflügen nach Slowenien gefahren war. Er hatte den 32-Jährigen dazu, den er seit Kindertagen kenne, mitgenommen. Von Drogengeschäften will er nie etwas mitbekommen haben.

Er revidierte auch seine Aussagen vor der Polizei: Die seien zustande gekommen, weil er bei der Einvernahme unter großem Stress gestanden sei. So sei etwa zu erklären, dass er viel mehr Fahrten angegeben habe, als eigentlich stattgefunden hätten.Die Verhandlung wurde zu Mittag mit Zeugeneinvernahmen fortgesetzt, ob es am Donnerstag auch ein Urteil geben würde, stand vorerst nicht fest.

 Kärntner Krone
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