03.05.2020 09:15 |

Zell am See

Mit Tourismus ist auch Sport in Zell am Boden

Ohne Einnahmen aus dem Fremdenverkehr brechen beiden Klubs die Sponsoren weg. Die Eisbären planen einen Neustart in einer neuen Liga. Bei den Fußballern haben sich bereits 14 Spieler verabschiedet.

Nicht nur, aber besonders auch im Pinzgau ist der Tourismus eine der bedeutendsten Lebensadern. Sein Wegfall trifft nicht die Wirtschaft und über das Sponsoring den Sport. Zell am See bekommt den Sparstift doppelt zu spüren: Eishockey und Fußball, beides Vereine mit großer Tradition, liegen am Boden.

EK Zeller Eisbären müssen kleinere Brötchen backen. Die großen Tage mit sechs Meistertiteln in der Nationalliga sind längst Geschichte. Schon vor der Coronakrise war klar, dass man kürzertreten muss. Der Aufwand in der AHL sprengt die finanziellen und sportlichen Zeller Möglichkeiten. Viele Routiniers wechseln den Verein oder beenden ihre Karriere. Nachwuchstalente Fehlanzeige. Immerhin positiv: Den Klub, der 1928 gegründet wurde, wird es auch zukünftig geben. Ein Einstieg in die Kärntner Liga ist ebenso eine Variante wie die Wiederaufnahme einer dritten Liga in Österreich. Entscheidungen fallen in den nächsten Wochen.

FC Zell zog mit dem Salzburger Liga-Verzicht die Konsequenz. „Um die Insolvenz zu verhindern und den Klub dem Nachwuchs, über 100 Kinder, zu erhalten“, begründete Sportdirektor Patrick Kasper den Schnitt. „Konservativ gerechnet ist eine Halbierung des bisherigen Budgets realistisch, einige Sponsoren haben uns mit finanziellen Einschränkungen wieder zugesagt.“

Nur Betreuer sind fix
Der Kader für den Neubeginn in der 2. Klasse verändert sich zwangsläufig drastisch. Von 17 Stammkräften sind 14 weg, mit Robi Kajic, Emrah Sahin, Senad Hamzic wird noch verhandelt. Sie sollen das Korsett für Junge und 1b-Kicker sein. Fixiert ist der Betreuerstab: Trainer Peter Zehentmayr, sein Co Christian Sepp sowie Daniel Mühlberger als dritter Manager.

Harald Hondl
Harald Hondl
Philip Kirchtag
Philip Kirchtag
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