Do, 19. Juli 2018

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10.08.2010 13:40

Sperrstunde neu: Urige Feste statt blutigen Nasen

Kleine Maßnahme, große Wirkung. Die frühere Sperrstunde bei Zeltfesten im Flachgau hat Vandalismus und Schlägereien zu einer Ausnahmeerscheinung gemacht. Früher waren blutige Nasen an der Tagesordnung, jetzt atmet der Bezirk auf. Inzwischen schaut ganz Österreich auf die mutigen Bürgermeister.

"Ich höre aus allen Flachgauer Gemeinden, dass der Vandalismus abnimmt und auch keine gröberen Schlägereien gemeldet wurden. Die Vorverlegung der Sperrstunde hat da sicher ihren Beitrag geleistet", ist Hallwangs Ortschef Helmut Mödlhammer begeistert. Die Polizei bestätigt das.

Fast schon symbolisch steht ein Verkehrsspiegel in seiner eigenen Gemeinde für einen neuen, friedlicheren Wind bei den Zeltfesten. "Heuer hat er unser Waldfest das erste Mal unbeschadet überstanden", schmunzelt Mödlhammer. Und der Chef aller Österreichischen Bürgermeister weiß: "Viele andere Gemeinden sehen uns als Vorbild, fragen schon nach, wie wir das gemacht haben."

Sperrstunde auf 2 Uhr vorverlegt
Entstanden ist die Idee – wie berichtet – bei einer Bürgermeisterkonferenz. Nach vielen Vorfällen, darunter eine Massenschlägerei in Hof, ein verletzter Polizist in Wals, Keilereien in Henndorf und Seeham war man sich einig: "Die Sperrstunde wird auf 2 Uhr vorverlegt."

In der Praxis: Ab da bekommt man nichts mehr an der Bar, um 2.30 Uhr geht die Musik aus und um 3 Uhr ist ganz Schluss. "Und dann haben wir uns bemüht, die Festbesucher mit Bussen nach Hause zu bringen", sagt Mödlhammer und gibt zu: "Das 'Vorglühen' können wir nicht verhindern. Aber Stockbetrunkene wurden teils gar nicht mehr hineingelassen."

von Melanie Hutter, Kronen Zeitung

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