Coronavirus in OÖ

„Manchmal ist es derzeit wie bei Big Brother“

Vor eineinhalb Wochen nahmen oberösterreichische Baufirmen wieder die Arbeit auf. Das Einhalten der Schutzmaßnahmen verlangt viel ab. Beschäftigte sind derzeit im Rampenlicht, was nicht nur Positives mit sich bringt.

Wer bei Kapl-Bau-Geschäftsführer Johann Amerstorfer am Anrufbeantworter landet, hört eine Stimme, die sagt, dass der Betrieb geschlossen ist. Die Botschaft ist ein Überbleibsel aus der Zeit, in der die Bad Leonfeldner, wie viele andere Baufirmen, auf die Bremse gestiegen waren.

Maßnahmen kosten Zeit und Geld
Mit Beginn der Ausgangsbeschränkungen stellten sie am 16. März alle Baustellen ein, um dann vor eineinhalb Wochen Klarheit zu haben, dass es mit Auflagen weitergehen kann. Seither gehören die Desinfektion von Sanitäranlagen und Werkzeugen auf der Baustelle zum Alltag. Wird der Sicherheitsabstand von einem Meter unterschritten, müssen Masken getragen werden. Die Maßnahmen kosten Zeit und Geld. Pausen müssen gestaffelt werden. Statt mit dem Neun-Sitzer-Bus erfolgt die Anfahrt zur Baustelle mit dem Privat-Pkw.

Wimberger-Gruppe installierte 80 Boiler auf Baustellen
Auch bei der Wimberger-Gruppe ist vieles anders als vor dem 16. März. 80 Boiler wurden auf den Baustellen verteilt, um die nun vorgeschriebene Warmwasserversorgung zu garantieren. Während nach wie vor große Teile der Wirtschaft stillstehen, wird auf den Baustellen gearbeitet. Das zieht die Blicke auf sich. „Manchmal ist es derzeit wie bei Big Brother, es werden sogar Fotos gemacht“, so Amerstorfer.

Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger
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Dienstag, 02. März 2021
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