08.04.2020 21:00 |

Rekordwert

1,1 Milliarden Euro am Salzburger Wohnungsmarkt

Nach fünf Rekordjahren blieb der Wohnungsmarkt in Österreich 2019 erstmals knapp hinter der Vorjahresmenge zurück. Das zeigt der RE/MAX ImmoSpiegel. Salzburg ist auch heuer wieder nach Bregenz die teuerste Hauptstadt. Experten zufolge wird die Corona-Krise aber zu spürbarer Entspannung am Immobilienmarkt beitragen.

Die Preisdynamik der vergangenen Jahre wird sich laut den Experten in den kommenden Monaten deutlich einbremsen, auch am Wohnungsmarkt. Eine Online-Blitzumfrage unter den 560 Immobilienexperten in ganz Österreich ergab, dass die Preise für Eigentumswohnungen geringfügig stabiler bleiben sollen als die Mieten. Die These, dass aufgrund des Ausgehverbotes zukünftig quasi alle auf‘s Land wollen, wird von den RE/MAX-Experten in keinster Weise geteilt. Auch die Preise für Einfamilienhäuser und Baugrundstücke sollen leicht zurückgehen, ein Einbruch wird aber auch hier nicht erwartet. Auch für Ferienobjekte in Seengebieten werden trotz möglicher Urlaubsausreiseverbote keine Preissteigerungen prognostiziert.

„Die Anzahl der verkauften Wohnungen hat sich im letzten Jahr auf hohem Niveaueingependelt, die Preise haben nochmals zugelegt. Die Corona-Krise hat der Immobilien- und damit auch der Wohnungsmarkt in Österreich unmittelbar zu spüren bekommen. Speziell in den ersten beiden Wochen nach Beginn der Krise war eine gewisse Schockstarre zu spüren, die Nachfrage nach Wohnungen ist in dieser Phase deutlich zurückgegangen. Mittlerweile hat sich die Situation aber wieder erheblich gebessert“, erläutert der Geschäftsführer von RE/MAX Austria, Bernhard Reikersdorfer.

Rekordwert in Salzburg mit Ausreißer Pinzgau

Die Kauffreude am Salzburger Wohnungsmarkt lag 2019 um +0,4 % über der von 2018. Im RE/MAX ImmoSpiegel war das vergangene Jahr aber nur das drittstärkste Wohnungskaufjahr im Bundesland Salzburg. Zell am See mit zusätzlichen 171 Verkäufen und Hallein mit 33 retteten die Statistik, denn in allen anderen Bezirken blieb man hinter dem Vorjahr. So wurden in der Stadt 1437 Wohnungen gehandelt (-54), im Pinzgau 872 Einheiten, im Flachgau 820 (-35), im Pongau 583 (-62), im Tennengau 300 und im Lungau 61 (-35). Dabei entfielen rund 55 % aller Wohnungsverkäufe im Bundesland auf die Stadt Salzburg und den Flachgau. 

Der Gesamtwert der verbücherten Wohnungskäufe im Bundesland erreichte erstmals 1,1 Milliarden Euro. Das entspricht einer Steigerung zum Vorjahr von +8,7 %. 59,6 % entfielen davon wieder auf das Ballungszentrum. Die Wohnungspreise in Salzburg waren im Vorjahr die dritthöchsten in ganz Österreich. Sie lagen 2019 im Bundesland typischerweise bei 253.136 Euro und somit um +9,5 % höher als zuletzt. 

Im Fünfjahresvergleich liegt das Bundesland Salzburg mit +29,0 % auf dem dritten Rang, nur im Burgenland und in Vorarlberg haben die Wohnungspreise den RE/MAX-Berechnungen nach mehr zugelegt. Beim Zehnjahresvergleich allerdings sorgt Salzburg unter den Bundesländern für den Top Score mit +92,1 %. Verursacher ist in beiden Fällen die mengenmäßig bedeutsame Stadt. Sie kommt im Vergleich zu 2014 auf ein Preisplus von +36,0 % und zu 2009 auf einen Anstieg um mehr als das Doppelte (+123,5 %).

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