Fr, 20. Juli 2018

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02.08.2010 18:35

Gemeindebau wird mit Hilfe von Denkmalamt saniert

Der Denkmalschutz ist oft hinderlich, wenn ein historisches Gebäude saniert und heutigen Standards angeglichen werden soll. Wie das offenbar problemlos funktionieren kann, sehen wir an einem Gemeindebau in der Breitenfurter Straße 242, der ab Herbst modernisiert wird.

Die Wohnhausanlage in Liesing wurde 1928 vom Stadtbaumeister Leopold Schumm errichtet und steht seit 2005 unter Denkmalschutz. Mieter gibt es keine mehr. Das soll sich aber ändern: Die Stadt Wien wird das Gebäude von Grund auf erneuern, mit modernen Wohnungen und zwei Geschäftslokalen. Und wenn die Arbeiten in einem Jahr beendet sein werden, erfüllt der Bau auch den Niedrigenergiestandard. Dadurch können die Heizkosten um mehr als 85 Prozent reduziert werden.

"Die umfassenden Planungen und Vorbereitungen wurden zur Gänze bis ins Detail mit dem Bundesdenkmalamt abgestimmt", betonte Vizebürgermeister Michael Ludwig. Hinter der historischen Fassade entsteht im Grunde genommen ein neues Haus. Das gesamte Gebäude wird barrierefrei ausgestaltet, ein Aufzug eingebaut. Gemeinschaftseinrichtungen, wie sie im alten Haus nicht vorhanden waren, gibt es künftig hier ebenfalls, so einen Kinderwagen- und Fahrradabstellraum. Neben der umfassenden Wärmedämmung werden auch die gesamte Haustechnik und die Fenster erneuert. Und jede Wohnung wird über einen Balkon oder eine Terrasse verfügen – hofseitig allerdings, denn nur das gestand das Denkmalamt zu.

Für die Sanierung wurden etwa 1,22 Millionen Euro veranschlagt. Die Sanierungsarbeiten werden rund ein Jahr dauern.

von Erich Vorrath, Kronen Zeitung

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