16.08.2004 15:00 |

Demotiviert

60 Prozent machen "Dienst nach Vorschrift"

"Dienst nach Vorschrift" und keinen Handgriff mehr - so lautet das Motto bei sechs von zehn österreichischen Beschäftigten, was das Thema Arbeitseinstellung betrifft. Schuld daran sind einer aktuellen Studie zufolge die Führungskräfte, die kaum etwas für die Motivation und das Engagement ihrer Mitarbeiter tun.
Motivierte Mitarbeiter tragen maßgeblichzur Innovation bei und senken die Kosten", weiß Franz Bailom,Geschäftsführer der Innsbrucker Beraterfirma "InnovativeManagement Partner", die 370 Führungskräfte in österreichischen,deutschen und schweizerischen Top-Unternehmen zum Thema Mitarbeiterengagementund Motivation im Job befragt hat. Trotzdem absolvieren 60 Prozentaller heimischen Arbeitnehmer "nur" Dienst nach Vorschrift, währendlediglich vier von zehn Beschäftigten einen echten Beitragzur Steigerung des Unternehmenserfolges leisten.
 
Innere Treibfeder fehlt
Den meisten seiner Manager-Kollegen ist diese zwiespältigeTatsache durchaus bewusst, in die Realität umsetzen lassensich entsprechende Maßnahmen aber nur selten. Teilweisesind finanzielle Engpässe dafür verantwortlich, in weitausgrößerem Ausmaß liegt der Hund aber in der Motivationder Mitarbeiter begraben. Schenkt man der Studie Glauben, so scheintden Arbeitnehmern vielfach "die Sinnhaftigkeit ihres Unternehmensbzw. die innere Triebfeder für ihre Anstrengungen verlorengegangen zu sein."
 
Das bedeutet nicht, dass Beschäftigte notorischfaul sind und sich gelangweilt vor der Arbeit drücken, sondernviel mehr, dass Entscheidungsträger die Potenziale ihrer"Untergebenen" nicht voll ausschöpfen.
 
Die Hauptursachen für fehlendes Engagement
1. Verhalten der Vorgesetzten (45 %)
2. Fehlende Identifikation mit d. Firma (43 %)
3. Fehlende Anerkennung d. Leistung (43 %)
4. unklare Zielsetzungen u. Aufgaben (39 %)
5. mangelndes Verständnis d. Ziele (33 %)
6. Misstrauen in die Organisation (29 %)
7. Schlechtes Arbeitsklima (25 %)
Freitag, 07. Mai 2021
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