29.07.2010 12:28 |

"Bio-Rasenmäher"

800 Schafe halten am Hauser Kaibling Skipisten in Schuss

800 blökende Schafe sorgen am Hauser Kaibling im Bezirk Liezen im Rahmen eines Weideprojekts seit zwei Jahren fleißig für die sommerliche Pistenpflege. Durch die "Bio-Rasenmäher" konnte erheblich Sprit und Dünger eingespart werden, außerdem ist die Herde mittlerweile auch zu einer Touristenattraktion geworden.

2008 wurde das Projekt "Innovatives Almmanagement durch gezielte Beweidung mit Schafen" gemeinsam von Tourismus, Skiliftbetreibern und Schafbauern am Hauser Kaibling gestartet. Ökologische Verträglichkeit der sommerlichen Pistenpflege, eine neue Touristenattraktion und die Vermarktung von Lammfleisch im Winter - das waren die Ziele. Laut Projektleitung erfüllen die rund 800 blökenden Sommergäste die Erwartungen voll und ganz.

Schafherde als Renner im Netz
Die Tiere werden im Sommer jeweils drei Monate lang zur Pistenpflege eingesetzt. Außerdem wird das Fleisch der rund 200 Lämmer der Herde im Winter vermarktet - mit Ausnahme einiger Exemplare, die zur Nachzucht behalten werden. Die Schafherde ist laut Projektleiter Ferdinand Ringdorfer auch zur Touristenattraktion geworden. Im Internet kann man die Bewegungen der Tiere auf einer Landkarte verfolgen, um beispielsweise die Schafe im Zuge einer Wanderung zu besuchen. So wurde die Karte seit dem Almauftrieb Anfang Juni 1.100 Mal heruntergeladen. Noch in diesem Sommer soll außerdem ein Lehrpfad im Weidegebiet fertiggestellt werden.

Auch den Hauser-Kaibling-Bahnen, die für die Pistenpflege zuständig sind, hätten die Schafe schon einige Vorteile gebracht. Laut Sprecherin Carina Resch konnten 2009 bereits ein Drittel Mähstunden weniger als 2007 verzeichnet werden, was einer Ersparnis von 2.600 Euro entspricht. Außerdem werde so weniger Treibstoff für die Mähgeräte benötigt, was in der Ökobilanz ins Treffen geführt wird. Das Düngen der Grasflächen konnte beinahe eingestellt werden, so Resch: "Vor dem Projekt mussten wir rund 40 Hektar jährlich düngen, ein Hektar kostete rund 700 Euro." Jetzt müsse man sich nur mehr um jene vergleichsweise kleinen Flächen kümmern, die für die Schafe wegen sommerlicher Wartungsarbeiten an den Pisten nicht zugänglich sind.

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