Ernte-Einbußen

Gen-Weizen hält im Freiland nicht, was er verspricht

Wissen
29.07.2010 10:26
Schweizer Forscher haben jetzt herausgefunden, dass gentechnisch veränderter Weizen im Freiland vielfach nicht das hält, was er bei Versuchen im Gewächshaus verspricht. In ihrer Studie weisen die Wissenschaftler der Universität Zürich daher darauf hin, dass sich Daten aus Versuchen im Gewächshaus nicht auf die Situation im Feld übertragen lassen, Freilandversuche also ganz wichtig seien.

Untersucht hatten die Forscher gentechnisch veränderte Weizenarten, die durch das Einschleußen eines Gens einer alten asiatischen Weizensorte resistent gegen die Pilzerkrankung Mehltau gemacht wurde. Dank dieser Resistenz warfen die Pflanzen im Gewächshaus einen bis zu doppelt so hohen Ertrag wie die Kontrollpflanzen ab.

Im Freilandversuch kehrten sich die Verhältnisse aber in einigen Fällen dramatisch um. Der Weizen wies einen signifikant höheren Befall mit einem anderen Pilz, dem extrem giftigen Mutterkorn, auf, außerdem kam es zu Ernteeinbußen von bis zu 50 Prozent.

Solche Effekte sind als Begleiterscheinung von Züchtungen zwar schon seit längerer Zeit bekannt, doch nun beschreiben die Autoren der Studie im Fachmagazin "PLoS One" erstmals, wie groß die Unterschiede zwischen Gewächshaus und Freilandversuchen tatsächlich sind.
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