25.03.2020 11:45 |

krone.at-Kolumne

Corona-Partygänger haben ihr Leben nicht im Griff

Verständlich, dass die gesetzten Maßnahmen der Bundesregierung für keinen angenehm sind. Dass es aber tatsächlich Menschen gibt, die angesichts steigender Infektionszahlen und zahlreicher Toter trotzdem Corona-Partys feiern müssen, ist unerklärlich. Man lehnt sich nicht zu weit aus dem Fenster hinaus, wenn man sagt: Diese Corona-Partygänger haben ihr Leben nicht mehr im Griff.  

Denn heute sollte wohl jedem klar sein, dass das Virus mehr ist, als ein lustiger Hashtag auf Instagram oder ein Grund, um mal genüsslich alle Serien des Streamingdienstes des Vertrauens anzusehen. Corona ist tödlich, es ist eine Pandemie und es ist vor allem eines: eine unsichtbare Gefahr, die vor keinem Halt macht. Das scheint so mancher offenbar noch immer nicht verstanden zu haben.

Politiker haben auf Corona-Partys nichts zu suchen
Wenn sich auch ein politischer Entscheidungsträger trotz Corona-Krise zum gemeinsamen Feiern hinreißen lässt, ist das doppelt verwerflich. Gerade jenen, die die scharfen Maßnahmen (richtigerweise!) vehement einmahnen und in Gesetze und Verordnungen gießen, fällt eine automatische Vorbildwirkung zu. Auf Corona-Partys haben Politiker jedenfalls nichts zu suchen. Das ist eigentlich selbstredend.

… da hilft auch keine noch so gute Ausrede
Jener steirische FPÖ-Landtagsabgeordnete, der vergangenes Wochenende bei einer Vereinsfeier von der Polizei erwischt wurde, musste nun völlig zu Recht für diese Chuzpe auch politische Konsequenzen ziehen. Wer als Politiker Abstandhalten und Verantwortung von der Bevölkerung fordert, muss das auch selbst so umsetzen. Da hilft auch keine noch so gute Ausrede.

FPÖ-Politiker ist zu Recht zurückgetreten
Dass der blaue Abgeordnete dann schnell und ohne Sesselkleben den Hut nahm, ist ihm bei aller berechtigter Kritik dennoch hoch anzurechnen. Daran können sich andere Politiker, die Corona-Verfehlungen zu verantworten haben, nur ein Beispiel nehmen. Und davon soll es ja noch den ein oder anderen geben.

Hausverstand einschalten, Beitrag leisten!
Alles in allem hilft in dieser Krisenzeit auch der Hausverstand in der Entscheidungsfindung, was man denn eigentlich noch darf und was nicht. Lustige Vereinszusammenkünfte sind jedenfalls keine gute Idee. Es werden auch wieder andere Zeiten kommen, aber ein paar Wochen auf Corona-Partys zu verzichten, sollte nicht zu viel verlangt sein, um seinen Beitrag zur Bewältigung dieser globalen Krise zu leisten. Da mussten unsere Omas und Opas noch ganz andere Dinge leisten.

Katia Wagner, krone.at

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