25.03.2020 06:46 |

Nach Ski-Saison

Pongau ist Corona-Hochburg in Land und im Bund

Mit 163 bestätigten Corona-Fällen ist der Pongau einsamer Virus-Spitzenreiter im Bundesland. Auch österreichweit liegt der Bezirk auf Platz fünf. Ein Grund: der Tourismus.

Der Pongau liegt mit 163 Coronafällen bundesweit nur hinter Innsbruck Land (164 Fälle), Innsbruck Stadt (251 Fälle), Landeck (406 Fälle) und Wien (676 Fälle) (Stand Dienstag, 18.50 Uhr).

 „Die Fallzahlen hängen mit der starken Wintersaison zusammen“, sagt Stefanie Mayr vom Tourismusverband St. Johann.

Hätte man dieser Saison nicht früher den Riegel vorschieben müssen?

„Zu diesem Zeitpunkt hat wohl keiner von uns die Folgen des Virus richtig abschätzen können“, sagt sie. Man habe sich an die Vorgaben des Landes gehalten. Heißt: Am Wochenende, bevor die Corona-Maßnahmen in Kraft traten, waren noch Skifahrer auf der Piste. Es sei leicht, im Nachhinein mit mehr Informationen zu sagen, eine Entscheidung sei falsch gewesen, heißt es aus dem Büro des Landeshauptmannes.

Bernhard Adelsberger betreibt das Modehaus Adelsberger in St. Johann. „Wir wollen diese Zeit gut überstehen. Es ist schwierig“, erzählt er. Hoffnung geben ihm seine Mitmenschen. „Die Leute halten sich an die Vorgaben. Die Geschäfte, die offen haben, überlegen teilweise, ob sie nur vormittags aufsperren sollen. Es ist keine Frequenz mehr da.“ Die Pongauer halten fest zusammen. Auch Adelsberger erkennt die Ursache für die Fallzahlen im Tourismus. „Viele Skifahrer haben sich wohl vor den Maßnahmen angesteckt.“

Bernhard Arendt, der Ersatz-Apotheker in Bad Hofgastein, ergänzt: „Das war wohl eine Kettenreaktion. Die infizierten Skifahrer, die davon aber nichts wussten, übertrugen den Virus vermutlich an zahlreiche weitere Personen in ihrem Umfeld.“

Stephanie Angerer
Stephanie Angerer
Christoph Laible
Christoph Laible
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