24.03.2020 18:25 |

„Kein klares Bild“

Moskauer Bürgermeister fordert strengere Maßnahmen

Die russischen Behörden haben nach Angaben des Moskauer Bürgermeisters Sergej Sobjanin „kein klares Bild“ vom Ausmaß der Corona-Krise im Land. „Das Problem ist, dass der Umfang der Tests sehr gering ist.“ In Russland ist die Zahl der gemeldeten Infektionsfälle bisher vor allem im Vergleich zu Westeuropa gering. 495 Menschen sind nach offiziellen Angaben im ganzen Land infiziert.

Niemand habe ein „klares Bild“ der Realität in Russland genauso wie in der ganzen Welt, sagte der Bürgermeister demnach. Der Bürgermeister ist ein enger Vertrauter Putins und räumte ein, dass in Russland wohl deutlich mehr Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert seien, als es die offiziellen Statistiken vermuten ließen.

Strenge Corona-Maßnahmen gelten in Moskau 
„Es gibt eine hohe Dynamik, es ist eine ernste Situation, die sich entwickelt“, sagte Sobjanin dem russischen Präsidenten. Sobjanin hatte zuletzt strenge Maßnahmen für Moskau erlassen: Er schloss Schulen und Freizeitstätten und verbat Versammlungen. Putin selbst besuchte unterdessen Corona-Patienten in einem Moskauer Spezialkrankenhaus.

Ab Donnerstag müssen alle Menschen über 65 Jahren in ihren Wohnungen bleiben. Die Maßnahme gelte jedoch nicht für Präsident Putin, der 67 Jahre alt ist.

Sobjanin forderte gegenüber Putin ähnliche Maßnahmen für ganz Russland. Zuletzt hatte der russische Präsident mehrfach betont, die Lage im Land sei unter Kontrolle.

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