13.08.2004 19:29 |

Trügerischer Irrtum

Sonnencreme schützt nicht vor Hautkrebs

Sonnencreme kann Hautkrebs nicht verhindern. Das ist das Besorgnis erregende Ergebnis einer Studie der deutschen Universität Tübingen, für die 1.232 Kinder untersucht wurden. Demnach entwickelten Kinder mit heller Haut besonders viele Muttermale.
Die Sonnencreme habe in diesen Fällen keinerleiSchutzwirkung, da sie kaum vor langwelligen UV-Strahlen schütze.Die Sachlage verhält sich sogar gegenteilig: Kinder, diebesonders häufig und stark eingecremt wurden, wiesen mehrLeberflecken auf als andere Burschen und Mädchen. "DiesesErgebnis muss beunruhigen, weil der Zusammenhang zwischen Leberfleckenund Hautkrebs eindeutig belegt ist", betont Dermatologe JürgenBauer von der Uni Tübingen.
 
Trügerische Sicherheit
"Viele Menschen glauben, mit der Vorbeugung von Sonnenbrändengenerell auf der sicheren Seite zu sein. Diese Sicherheit istaber ausgesprochen trügerisch und verführt dazu, längerin der Sonne zu bleiben, als die Haut es verträgt", so Bauerweiter.
 
Falsche Zusammensetzung
Die Wissenschaftler geben hauptsächlich derZusammensetzung der Cremes die Schuld, da zwar ein ausreichenderUVB-Schutz bestehe, nicht aber gegen die gefährlichen UVA-Strahlen.Hoffnungsschimmer: Immer mehr Produzenten gehen dazu über,die Formeln für ihre Lotionen zu ändern.
Freitag, 18. Juni 2021
Wetter Symbol