22.03.2020 10:00 |

Blumen verwelken:

Glashäuser sind voll

Die Corona-Krise fordert auch Salzburgs Gärtner und Floristen.

Der Blick in die Glashäuser ist richtig bitter: Primeln, Stiefmütterchen, Narzissen – alle Frühlingsboten blühen jetzt in voller Pracht. Und der Verkauf bricht in der Krise völlig ein

Viele Betroffene wünschen sich vor allem mehr Klarheit, denn die gesetzliche Regelung ist komplex. Wer eine eigene Gärtnerei hat, darf unter Einhaltung der Auflagen aufsperren. Der Blumenhandel der Floristen bleibt ausnahmslos zu. Christian Steger, Gärtner mit Filialen in Saalfeldnen und Bruck, ist in diesen harten Tagen für die Kunden da: „Viele sehnen sich richtig nach der Gartenarbeit. Es ist Balsam für die Seele.“ Es kommen aber nur wenige Kunden. Und so kurz vor Ostern beschäftigen ihn auch weitere große Fragen: „Wir es heuer überhaupt Palmweihen geben?“

Josef Linder, Obmann der rund 40 landwirtschaftlichen Gärtner mit Betrieb in Siezenheim, hat in Corona-Tagen eine kleine Selbstbedienungszone im Freien aufgebaut. Seine Glashäuser sind voll. „Die Arbeit der letzten Monate ist damit dahin“, sagt er nachdenklich. Entscheidend ist jetzt vor allem auch, dass die Frühlingsblumen nicht ewig den Platz blockieren können. Sein Sohn Sebastian führt Blumengeschäfte in Salzburg-Nonntal und in Maxglan. Die Läden bleiben zu. „Wir konzentrieren uns jetzt auf die Gräber“, versucht er optimistisch zu bleiben.

Und Florist Manuel Kaufmann, er hat erst kurz vor Weihnachten ein Geschäft in St. Michael eröffnet, beliefert gratis die Blumenliebhaber im Lungau: „Unser Außenlager ist mit tausenden Blumen voll.“

Sabine Salzmann

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