26.07.2010 17:36 |

Serienbetrüger

Salzburger (62) verkaufte nicht existierende Autos

Einem mutmaßlichen Serienbetrüger hat die Polizei in Salzburg nun das Handwerk legen können. Der 62-jährige Pensionist hatte offenbar teure Luxuskarossen billig an interessierte Kunden "verkauft" und sich Anzahlungen auf ein privates Konto überweisen lassen. Das vermeintlich erstandene Fahrzeug bekamen die "Käufer" dann jedoch nie zu Gesicht.

Der Pensionist war laut Polizei zuvor in ein bayrisches Autohaus gegangen und hatte dort angegeben, er sei Immobilienmakler, wodurch er stets mit wohlhabenden Geschäftskunden zu tun habe. Aus diesem Grund bot er dem Audi-Händler an, auf Provision Fahrzeuge an gut betuchte Kunden zu verkaufen. Natürlich würde er zu Vorführzwecken ein entsprechendes Neufahrzeug benötigen, welches ihm Autohaus auch in Form eines Audi A5 Cabrio im Wert von 60.000 Euro zur Verfügung stellte.

50 Prozent Rabatt garantiert
Ausgestattet mit dem Fahrzeug schaltete der Verdächtige daraufhin Annoncen in Printmedien und auf Internetplattformen, wonach er neue Audis zu einem "tollen Preis " herzugeben hätte. 50 Prozent Rabatt garantierte er den Neukunden, denn er sei ein langjähriges Vorstandsmitglied des VW-Audi-Konzerns und so stünden ihm pro Jahr fünf Fahrzeuge der Hochpreiskategorie zu.

Das ließen sich die Interessenten nicht zweimal sagen und überwiesen dem vermeintlichen Autoverkäufer 15.000 bis 20.000 Euro als Anzahlung. Zu einer Fahrzeuglieferung kam es dann jedoch nie.

150.000 Euro Schaden
Bisher konnten insgesamt acht Geschädigte ausgeforscht werden, die dem mutmaßlichen Betrüger auf den Leim gegangen sind. Der Schaden beträgt insgesamt 150.000 Euro. Detail am Rande: Der Pensionist war erst vor sechs Monaten aus einer mehrjährigen Haftstrafe entlassen worden: der Grund - schwerer Betrug.

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