Wiener Trafikanten:

„Sind froh, dass wir noch arbeiten dürfen“

Erst im Dezember haben Manuel Leitner und Magdalena Steinkellner die Trafik in der Skraupstraße im 21. Bezirk übernommen. Davor waren sie als Mechaniker beziehungsweise in der Produktion tätig. „Ich bin froh, dass wir noch offen haben dürfen. So bleibt wenigstens etwas Normalität“, sagt Eigentümer Manuel Leitner. Angst um ihre Gesundheit hätten sie keine.

Manuel Leitner kommt eigentlich aus Oberösterreich. Dort war er als Mechaniker tätig und wäre jetzt zumindest vorübergehend arbeitslos. „Der letzte Betrieb bei uns hat gestern zugesperrt“, sagt er. Dass er als einer der letzten sein Geschäft noch offen haben darf, freut ihn. „Ich habe keine Angst. Ich bin froh, dass wir noch offen haben dürfen.“

„Ich wüsste nicht, was ich den ganzen Tag zuhause machen sollte“, sagt Partnerin Magdalena Steinkellner. Den Weg in die Arbeit bestreiten sie zu Fuß, sodass die Gefahr in den Öffis für die beiden wegfällt. „Mir tun eher die Verkäufer in den Supermärkten leid, weil die Kunden kennen ja kein Pardon. Wir haben ja die Wahl, ob wir offen haben oder nicht. Die Verkäuferin hat nicht die Wahl“, findet Steinkellner.

Der bisher umsatzstärkste Tag war der vergangene Freitag, als viele Menschen durch Falschmeldungen in den sozialen Medien zu Hamsterkäufen übergingen. „Letzten Freitag haben wir bis elf Uhr so viel Umsatz gemacht wie sonst an einem ganzen Tag.“ Generell würden sie zur Zeit mehr Tabakwaren verkaufen und man merke auch einen leichten Anstieg an Zeitschriften, Rätsel- und Sudokuheften. Ihre Trafik möchten die beiden auch unbedingt weiterhin geöffnet haben, denn: "Wir sind froh, wenn wir unseren Teil für die Gesellschaft in dieser Zeit beitragen können. 

März 2020

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Viktoria Graf
Viktoria Graf
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