Reste von Satelliten

Raumstation ISS von Trümmern im All bedroht

Wissen
23.07.2010 20:55
Drei Jahre nach der Zerstörung eines chinesischen Satelliten im All haben dessen Trümmer die Internationale Raumstation ISS bedroht. Der Weltraumschrott passierte die Station in der Nacht zum Samstag in bedrohlicher Nähe, teilte das Flugleitzentrum bei Moskau mit. Für ein Ausweichmanöver der ISS sei es zu spät gewesen.

Wäre die Situation gefährlich geworden, hätten sich die sechs Besatzungsmitglieder in die beiden "Sojus"-Kapseln zurückgezogen, die an die Raumstation angekoppelt sind. In den vergangenen Jahren hatte das Flugleitzentrum in Moskau sowie die US-Weltraumbehörde NASA die ISS öfter zu Ausweichmanövern wegen Weltraumschrotts angewiesen. Zu größeren Schäden kam es bisher aber noch nicht.

Der 1999 ins All gebrachte chinesische Wettersatellit "Feng Yun" ("Wind und Wolken") war 2007 von Peking spektakulär mit einer Mittelstreckenrakete unbrauchbar gemacht worden. In der Geschichte der Raumfahrt war es das erste bekannte Mal, dass eine vom Boden gestartete Rakete einen Satelliten in der Umlaufbahn zerstörte.

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