Die dort in rund 3.000 Metern Höhe lebenden Hörnchen verbringen gewöhnlich sieben bis acht Monate im Winterschlaf. "Murmeltiere sind im Jahr nur vier bis fünf Monate wach", sagt Erstautor Arpat Ozgul. "Das ist dann eine geschäftige Zeit für sie: Sie müssen fressen, Gewicht zulegen, trächtig werden, Nachwuchs produzieren und sich dann wieder auf den Winterschlaf vorbereiten."
Winterschlaf wird immer kürzer
Die Forscher beobachteten, dass die Tiere inzwischen früher im Jahr ihre Winterquartiere verlassen und später im Herbst wieder beziehen. "Weil die Sommer länger werden, haben Murmeltiere mehr Zeit, alles zu erledigen und vor dem nahenden Winter zu wachsen, und daher ist es wahrscheinlicher, dass sie sich vermehren und überleben", erläutert Ozgul.
Population nimmt deutlich zu
Die Forscher fingen und untersuchten mehrmals jährlich Tiere aus mehreren Kolonien. In den ersten 16 Jahren der Studie wogen die Murmeltiere im Schnitt 3.094 Gramm, in der zweiten Hälfte brachten sie dagegen 3.433 Gramm auf die Waage. Noch auffälliger war die Zunahme der Population. Diese stieg in den Jahren 1976 bis 2001 nur um rund 0,6 Tiere pro Jahr, seitdem kamen jährlich durchschnittlich 14 neue Hörnchen hinzu.
"Die Murmeltiere sind ein Beispiel dafür, wie der Klimawandel die Natur beeinflusst", erklärt der Londoner Forscher Tim Coulson. "Wenn wir besser vorhersagen können, wie die Erderwärmung die Natur beeinflusst, können wir vielleicht Möglichkeiten finden, jenen Arten zu helfen, denen das sich schnell verändernde Klima schadet."
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