Plan wird konkret

BP will Gasfeld verkaufen, um Hilfe zu finanzieren

Ausland
20.07.2010 22:11
Der britische Ölkonzern BP will Teile seines Gasgeschäfts in Asien im Wert von rund 1,7 Milliarden Dollar (1,3 Milliarden Euro) verkaufen, um die Kosten der Ölpest im Golf von Mexiko zu stemmen. Der britische Energiekonzern prüfe die Veräußerung seines Anteils am Gasprojekt Nam Con Son in Vietnam, sagte ein Sprecher des britischen Konzerns am Dienstag. Zudem plane BP, Upstream-Geschäftsteile in Pakistan zu verkaufen.

BP will sich zur Finanzierung eines 20 Milliarden Dollar schweren Entschädigungsfonds von Geschäftsteilen im Wert von zehn Milliarden Dollar trennen. Der Konzern gilt wegen der Ölkatastrophe und den bisher kaum abschätzbaren Folgekosten als angeschlagen. Auch über eine Übernahme wird spekuliert.

Die BP-Plattform "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko war am 20. April explodiert und zwei Tage später gesunken. Dies verursachte die größte Ölkatastrophe in der US-Geschichte. Das ausströmende Öl bedroht vor allem die Ökosysteme im Golf von Mexiko und an den Küsten im Süden der USA.

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