25.02.2020 10:49 |

Lamprechtshausen

Morgendlicher Feinstaub-Alarm durch Lkw-Verkehr

Dass die Luftbelastung im Flachgau hoch ist verwundert nicht – die Höhe wie in Lamprechtshausen aber schon. Gerade am Vormittag sind die Feinstaubwerte sogar um einiges höher als am Rudolfsplatz bei der Nonntaler Brücke in Salzburg. Ein Grund könnten die zahlreichen Lkw aus dem Grenzgebiet sein.

Das geplante Lkw-Transitverbot auf der B156 zwischen Lamprechtshausen und Salzburg sorgt seit Wochen für Unruhe, vor allem im angrenzenden Oberösterreich. Die nördlichen Nachbarn müssten mit dem Eintreten des Verbots andere, längere Wege zurücklegen. Verkehrslandesrat Stefan Schnöll (ÖVP) hatte die Maßnahme wegen der hohen Belastung für die Anrainer angekündigt und sie nach einem Krisengipfel mit Oberösterreich bis März verschoben. Lösungen, gerade für die Firmen im direkten Grenzgebiet, sollen noch gefunden werden.

Seit dem April 2019 gibt es in Lamprechtshausen eine mobile Messstation für die Luftwerte und die Zahlen zeigen erstaunliches. Denn von 6 bis 10 Uhr ist die Belastung durch Feinstaub höher als am Rudolfsplatz in der Landeshauptstadt. Für Landesvize Heinrich Schellhorn sind die Ursachen noch nicht klar. Die Vermutung liegt für ihn aber nahe, „dass der Lkw-Verkehr eine Ursache ist“.

Auch das Heizen, gerade in der Früh, könnte für ihn eine Rolle spielen. Er will daher auf jeden Fall die Messungen noch bis zum April 2021 weiterführen. Landesrat Stefan Schnöll sieht sich in seinem Weg bestätigt: „Die geplante Transitsperre ist die richtige Maßnahme. Wir müssen die Bevölkerung schützen.“

Das Blatt wendet sich am Nachmittag
Interessant: Am Abend zeigt sich ein anderes Bild. Ab Mittag sind die Belastungswerte im Flachgau wesentlich niedriger und nehmen umgekehrt in der Stadt stark zu. Der Höhepunkt wurde im Jahresschnitt um 20 Uhr erreicht. Da ist der Rudolfsplatz mit Abstand der Spitzenreiter.

Während es in den vergangenen Wochen in der Causa Lkw-Sperre zwischen Salzburg und Oberösterreich ruhig war, kommt jetzt wieder Kommunikation in die Sache: Die Nachbarn lieferten jetzt erste Zahlen.

Felix Roittner

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