25.02.2020 06:03 |

Nach 1:6-Packung

„Gott sei Dank ist noch nicht Play-off“

Alles anders vorgestellt: Bei Kapitän Tom Raffl ist nach dem zweiten Niederlagen-Doppelpack die Enttäuschung groß. Jetzt ist der neue Leader Bozen der Gejagte. Aber der Coronavirus lässt auch in den zwei länderübergreifenden Eishockeyligen die Alarmglocken schrillen.

Ganze 161 Tage waren die Eisbullen Spitzenreiter der Eishockeyliga. Von Spieltag zwei des Grunddurchgangs bis am Sonntag in der Pick-Runde vorm sechsten Saisontreff mit den Vienna Capitals. Die alle fünf davor verloren, dazu nach zuletzt vier Niederlagen en suite nach einem Erfolg lechzten.

Was sofort greifbar war. „Wien war das klar bessere Team“, räumte Matt McIlvane ein. Der Bulls-Trainer sah jedenfalls im Mitteldrittel eine Steigerung gegen Bozen (1:3). Bei einer 1:6-Packung nur ein schwacher Trost. Selbst „Hexer“ Lamoureux, Lebensversicherung im Tor, war diesmal mit seiner Magie am Ende. Fünf Tore hatte „JP“ (das 1:5 sah er von der Bank) mit Salzburg erst einmal kassiert, fing gegen den Ex-Klub immer gewaltig. Diesmal schlüpfte Gegenüber Starkbaum in diese Rolle.

Der enttäuschte Kapitän Tom Raffl stöhnte: „Gott sei Dank ist noch nicht Play-off. Wir haben eine Woche Zeit, um an den Fehlern zu arbeiten.“ Ein mulmiges Gefühl nach dem zweiten Niederlagen-Doppelpack dieser Saison bleibt. Konstanz, Präsenz, Offensivpower gingen verloren: Nur Brickley netzt fleißig, sagt: „Erst zwei Tage frei, dann hat der Trainerstab einen guten Matchplan, den wir umsetzen.“

Fragezeichen Bozen
Am Donnerstag sind die Bulls spielfrei, müssen auf einen Punktverlust von Neo-Leader Bozen (nun ebenfalls Champions-League-Starter) beim KAC hoffen. Noch findet die Partie wie geplant statt. Aber das Coronavirus lässt auch bei der Eishockeyliga die Alarmglocken schrillen. „Wir sind in Kontakt mit den Behörden“, sagt Liga-Manager Christian Feichtinger und erklärt: „Vier Regionen sind in Italien bislang davon betroffen, Südtirol noch nicht. Das kann sich aber täglich ändern.“ Das AHL-Spiel Cortina - Jesenice findet heute, Dienstag, aus Sicherheitsgründen bereits unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Robert Groiss
Robert Groiss
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