Quarterlife-Crisis

Erste echte Lebenskrise heute schon mit Mitte 20

Bislang hat die erste große Lebenskrise meist im Alter von etwa 50 Jahren stattgefunden. Viele Scherze gibt es über die sogenannte Midlife-Crisis, bei der man an feine Herren mittleren Alters denkt, die plötzlich mit 20-jährigen Frauen auf der Harley Davidson herumcruisen. Doch die Generation Y erlebt die Krise schon viel früher, nämlich mit Mitte 20. Die Quarterlife-Crisis.

Mit Mitte 20 ist man meist mit dem Studium fertig oder arbeitet schon länger in einem Lehrberuf. Viele fragen sich dann, in welche Richtung ihr Leben weitergehen soll. Das ist die Zeit, nach dem „Erwachsenwerden“. Man hat es durch die Pubertät geschafft, jetzt kommt die nächste Krise. Die Quarterlife-Crisis. Auslöser dafür ist meist das Geühl „nicht genug zu sein“. Man findet keinen Job, der seinen akademischen oder intellektuellen Fähigkeiten entspricht, ist unterbezahlt und unterfordert.

Frust und Konflikte, unerfüllte Kinderwünsche, Unzufriedenheit mit der eigenen Karriere, finanzielle Probleme und die sozialen Medien, die einem zeigen, dass es allen anderen viel besser geht. Dass man der oder die einzige ist, die noch nichts erreicht hat. Man ist nostalgisch, wünscht sich die Jugend zurück und fängt an, Freundschaften neu zu bewerten. Laut Studien sind die Hälfte aller Millenials von der Quarterlife-Crisis betroffen. Unerfüllte Job-Situation, Schwierigkeiten bei der Partnersuche, zu hohe Erwartungen an sich selbst und aus der Gesellschaft - das macht sechs von zehn Mittzwanzigern psychisch enorm zu schaffen.

Doch wie das auch so mit der Midlife-Crisis ist, ist auch die Quarterlife-Crisis irgendwann vorbei. Der Frust motiviert dazu, etwas zu verändern. So kann man aus dieser Krise auch durchaus gestärkt hervorgehen.

Februar 2020

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Viktoria Graf
Viktoria Graf
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