21.02.2020 16:50 |

Blatt wendete sich

Touristen zahlten nun doch für sinnlosen Einsatz

Drei Snowboarder aus Tschechien lösten eine Suchaktion im Skigebiet von Leogang aus. Fast zwei Monate blieben sie der Bergrettung das Geld für die Einsatzkosten schuldig. Ein Kompromiss brachte nun die Wende für die Retter in der Causa. Die Freerider bezahlten endlich einen Teil der offenen Rechnung: 1750 Euro.

Die drei Freerider lösten am 28. Dezember eine mehr als drei Stunden andauernde Suchaktion in Leogang im Pinzgau aus und fuhren daraufhin selbstständig ohne Meldung bei den Rettern ins Tal. Die Freiwilligenorganisation sprach daraufhin von einem „gefährlichen und letztlich sinnlosen Einsatz“. Landesleiter Balthasar Laireiter schätzte die Kosten für den Einsatz auf rund 3500 Euro. Er ließ den Tschechen die Rechnung dafür ausstellen. Doch bis Anfang dieser Woche blieben die Wintersportler das Geld schuldig.

Jetzt brachte ein Kompromiss die Wende. „Wir haben vorgeschlagen, dass die Hälfte zurückerstattet wird, wenn sie bis Freitag zahlen und prompt kam die Wende“, sagt Laireiter. Die Tschechen hatten sich damals in einem Tiefschneehang verfahren und waren im Schnee festgesteckt. Nach dem Einsatz beriefen sie sich auf ihre Rettungsapp. „Sie behaupteten, sie wären versehentlich am Handy angestreift“, schildert der Bergrettungschef.

Nikolaus Pichler
Nikolaus Pichler
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