15.07.2010 12:32 |

Große Betroffenheit

Mitarbeiter der Landesklinik nun ohne Unterkunft

Große Betroffenheit unter langjährigen Mitarbeiterinnen der Landesklinik – zum Pensionsantritt stehen einige jetzt ohne Bleibe da. Es geht um eine bislang gewährte Übergangslösung, bei der Dienstwohnungen weiter genutzt werden konnten. "Die ist überfallsartig außer Kraft gesetzt worden", klagt die Betriebsrätin.

Die SALK verfügen über rund 750 Dienstwohnungen, zumeist Garconnieren an der Moosstraße. Und wer aus dem Spitalsdienst ausscheidet, muss auch diese Bleibe verlassen. "Bisher mit einer dreijährigen Übergangsfrist, das war in Ordnung. Doch nach Prüfung durch die interne Revision wird man jetzt praktisch vor die Tür gesetzt", berichtet Zentralbetriebsrätin Christine Vierhauser.

"Wie wenn man ihnen einen Fußtritt verpasst"
Sieben Kolleginnen haben ihr schon diesbezügliches Leid geklagt, etwa Edith Köchl und Marianne Höfinger. Beide in verantwortungsvollen Tätigkeiten seit 35 bzw. 36 Jahren im Haus. "Die fühlen sich jetzt wertlos, wie wenn man ihnen einen Fußtritt verpasst", sagt Vierhauser. Zumal die beiden fixe Zusagen hatten, länger bleiben zu dürfen. Dann sei das praktisch über Nacht außer Kraft gesetzt worden.

Auch gebe es externe Nutzer, wie PMU-Studenten, die Wohnrecht haben. "Im Gegensatz zu Pflegeschülern", kritisiert die Personalvertreterin. Die Geschäftsführung argumentiert damit, dass verstärkt Pflegemitarbeiter gesucht werden. Und denen will man spitalsnahe Unterkünfte anbieten.

Generell gilt aber, dass man niemanden aus der Wohnung hinauswerfe. In Härtefällen wird es Lösungen nach geltendem Mietrechtsgesetz geben. Dass diese Quartiere im teuren Salzburg begehrt sind, ist klar: inklusive Betriebskosten sind zwischen 330 und 420 Euro fällig. Und in den ersten fünf Jahren wird auch ein Zuschuss gewährt. Danach wird aber der volle Preis bezahlt.

"Salzburger Krone"

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