19.02.2020 14:00 |

Kinotickets gewinnen

„Einsam Zweisam“: Liebe in Zeiten von Social Media

Mit „Einsam zweisam“ (ab 21. Februar im Kino) zeichnet Cedric Klapisch nach seinem Erfolg „L‘auberge espagnole - Barcelona für ein Jahr“ einmal mehr das Porträt einer Generation: Remy und Melanie leben in Paris. Sie sind beide um die Dreißig, Singles, wohnen im selben Viertel und sind Nachbarn - und begegnen sich trotzdem nie. Beide sind melancholisch, depressiv. Sie leiden an einem Übel der Zeit: emotionale Isolation in einer Gesellschaft, in der dank der sozialen Medien Jeder mit Jedem verbunden zu sein scheint. krone.at verlost Tickets für die Tragikomödie.

Anders als in „L‘auberge espagnole - Barcelona für ein Jahr“ ist die Geschichte weit entfernt von einer glücklichen Globalisierung, die in „L“auberge espagnole„ ihren Ausdruck in einer Wohngemeinschaft in Barcelona mit feiernden und zukunftsoptimistischen Studenten aus ganz Europa fand. Remys (Francois Civil) und Melanies (Ana Girardot) Appartements grenzen aneinander, auch wenn jedes in einem anderen Wohnhaus liegt. Oft verlassen sie selben Zeit ihr Zuhause, nehmen dieselbe Straßenbahn und gehen im selben Laden einkaufen - ihre Wege kreuzen sich aber nie.

Melanie ist Biologin, Remy schlägt sich mit Gelegenheitsjobs durch. Sie trauert noch immer einer vor einem Jahr in die Brüche gegangenen Beziehung nach und hofft, beim Onlinedating ihre neue Liebe zu finden. Remy hat mit anderen Problemen zu kämpfen als seinem brachliegenden Beziehungsleben. Bei seiner Arbeit wurden außer ihm alle entlassen und mit seinem neuen Job tut er sich schwer: Telefonassistent für Internetbestellungen.

Psychotheparie als Rettung aus der Depression
Regisseur Klapisch stellt den Alltag seiner beiden Protagonisten, die überzeugend von Civil und Girardot verkörpert werden, in parallel verlaufenden Handlungssträngen dar, die zu mancher humorvollen Szene führen. Beide entscheiden sich zudem für eine Psychotherapie, um sich von ihrem depressiven Gemütszustand zu befreien. Dabei kristallisieren sich so manche überraschenden Probleme heraus.

In seinen ersten Filmen habe die Idee des Kollektivs eine Rolle gespielt, erklärte Klapisch in einem Interview. Heute lebe man in einer Zeit, in der man von Zuhause aus auf alles Mögliche klicken könne, erklärte der 58-Jährige. Das Internet und Handy hätten die Beziehung zur Welt geändert.

Mit „Einsam Zweisam“ hat Klapisch nebenbei auch noch eine romantische Komödie gedreht. Von Anfang an wartet das Publikum schließlich darauf, dass Melanie und Remy, die sich stets nahe sind, ohne sich wirklich zu begegnen, irgendwann auch zueinander finden. Damit lässt sich Klapisch jedoch bis ganz zum Schluss Zeit. Selten hat man auf ein absehbares und erhofftes Happy End so lange warten müssen.

Kinostart von „Einsam Zweisam“: 21. Februar!

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Das Gewinnspiel ist leider bereits vorbei, wir wünschen viel Glück beim nächsten Mal!

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