18.02.2020 10:57 |

Wegen Klimawandel

Den Allergikern blüht Pollen-Frühstart

Tränende Augen, Niesen und verschnupfte Nasen: Allergiker müssen sich heuer auf eine besondere Leidenszeit im Frühling einstellen. Durch den Klimawandel blühen Hasel, Erle und Co. viel früher – und stärker. „Die Belastung wird von Jahr zu Jahr mehr“, so Uwe Berger, Leiter des Österreichischen Pollenwarndienstes.

Der Pollenflug hat dieses Jahr so früh begonnen wie seit Jahrzehnten nicht. „Sieben bis zehn Tage früher als normal blühten heuer Hasel und Erle. Der Höhepunkt der Hasel wurde sogar schon überschritten, die Belastung der Erle wird vor allem am kommenden Wochenende extrem hoch“, betont Berger. Diese Pollensaison sei grundsätzlich eine Saison der Extreme. Hintergrund: Der Klimawandel. „Allergiker werden teils dramatisch unter den Pollen leiden. Sie blühen nicht nur viel früher, sondern auch stärker. Die Pflanzen kurbeln ihre Pollenproduktion so massiv an, um ihre Art zu erhalten“, weiß Berger.

Diese Entwicklung sei nichts Neues. Seit Jahren beobachten Wissenschaftler des Pollenwarndiensts, dass die Belastung höher wird. Aktuell stark betroffen ist der Norden Salzburgs. „Wie es weitergeht, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Ein plötzlicher Wintereinbruch oder viel Regen könnten den Pollenflug unterbrechen“, so Ulrike Gartner von der Universität Salzburg. Für Allergiker gilt: Während der Hochphasen auf Spaziergänge verzichten, Türen geschlossen halten und Luftreiniger verwenden. Kurios: „Auch Sonnenbrillen und breitkrempige Hüte erleichtern die Situation für Allergiker“, so Berger.

Stephanie Angerer
Stephanie Angerer
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