13.07.2010 19:20 |

Kritik an Italien

Heftige Proteste der Politik gegen Atomkraftwerk

Die Pläne Italiens, ein Atomkraftwerk in der Nähe von Venedig zu errichten, empören Kärntens Politiker. Umweltlandesrätin Beate Prettner (SPÖ) warnte "vor einer Renaissance der Atomkraft. Auf eine solche strahlende Zukunft können wir verzichten!" Die Errichtung eines Atomkraftwerkes in unmittelbarer Nähe Kärntens sei in keinster Weise akzeptabel und müsse verhindert werden, so Prettner.

"Es gibt klare Regeln, an die sich auch Italien halten muss", stellte ÖVP-Mandatar Gabriel Obernosterer fest. Es bestehe ein europaweites Abkommen, dass die Pläne für einen neuen Atomreaktor in Grenznähe dem Nachbarstaat vorgelegt werden müssen. Obernosterer an die Adresse Italiens: "Es gibt kein Drüberfahren!"

Scheuch kündigt Protest an
"Wir werden gegen die italienischen Pläne heftigsten Protest einlegen", kündigte LH-Stellvertreter Uwe Scheuch (FPK) an. Er forderte von der italienischen Regierung eine stärkere Forcierung der Alternativenergie nach dem Vorbild Kärntens.

"Haben es mit Erdbebenzone zu tun"
Dass es immer wieder Vorhaben südlicher Nachbarn gebe, im Bereich der Grenze zu Österreich Atomstandorte zu finden (siehe Infobox), sei problematisch - zusätzlich zum grundsätzlichen Risiko der Atomkraft. "Wir haben es hier mit einer Erdbebenzone zu tun. Ich warne davor, das zu ignorieren. Die Folgen eines Erdbebens bei einem Atomkraftwerk wären verheerend", so Scheuch.

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