13.02.2020 14:46 |

Antrag wird gefeiert

EU-Parlament: Registrierung aller Hunde und Katzen

Tierschützer in ganz Österreich freuen sich über die Entscheidung des Europäischen Parlaments, Maßnahmen gegen den illegalen Haustierhandel zu setzen. Das Parlament verabschiedete einen Antrag, um die Gesundheit von Tieren sowie von Konsumenten zu schützen. Im Mittelpunkt steht dabei die verpflichtende Registrierung aller Hunde und Katzen.

In Österreich müssen derzeit Hunde und lediglich Zuchtkatzen verpflichtend registriert werden. Eine Ausweiterung auf alle Katzen wäre absolut wünschenswert, so „Vier Pfoten“ in einer Aussendung. Nun seien die Europäische Kommission sowie die Mitgliedsstaaten gefragt, diese vorgeschlagenen Maßnahmen umzusetzen, da der illegale Haustierhandel jedes Jahr unsägliches Leid von Millionen von Hunden und Katzen verursacht.

Rechtlicher Rahmen als nächster Schritt
„Mit der Novelle des Tierschutzgesetzes hat Österreich bereits 2017 ein klares Zeichen gegen den illegalen Handel mit Haustieren gesetzt. Wir freuen uns, dass auch das Europäische Parlament einen so wichtigen Meilenstein für den Tierschutz vorantreiben will“, sagt „Vier Pfoten“-Kampagnenleiterin Martina Pluda. „Die verpflichtende Identifizierung und Registrierung aller Katzen und Hunde ist ein entscheidender Schritt gegen den illegalen Haustierhandel. Wir fordern nun die EU-Kommission auf, auf den Antrag zu reagieren und einen entsprechenden rechtlichen Rahmen zu schaffen.“

Der Antrag verlangt konkret nach einem EU-Aktionsplan, der die Strafverfolgung von illegalen Tierhändlern erleichtert, härtere Sanktionen gegen alle Beteiligte am illegalen Handel verhängt und gewährleistet, dass Zoll- und Veterinärbeamte zusätzliche Kapazitäten zur Aufdeckung von Welpenschmugglern erhalten. Darüber hinaus soll die Online-Werbung für Haustiere reguliert und somit Käufer von Haustieren vor Betrügern geschützt werden.

Absprachen zwischen Akteuren empfohlen
Der verabschiedete Antrag baut auf dem bestehenden „Koordinierten Kontrollplan der EU“ auf, der sich auf den Online-Verkauf von Hunden und Katzen fokussiert. Zu den vorgeschlagenen Maßnahmen in diesem Plan gehören Partnerschaften zwischen Behörden, Websites, Datenbanken und Tierschutzorganisationen, um gegen irreführende Werbung für Haustiere vorzugehen. Außerdem soll eine verpflichtende Identitätsprüfung für jeden durchgeführt werden, der Haustiere über Online-Plattformen verkauft.

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„Schätzungsweise 2,4 Millionen Hunde werden jedes Jahr über Europas führende Kleinanzeigen-Websites gehandelt, viele davon aus unklarer Herkunft. Diese Welpen werden unter schlechten, unhygienischen Bedingungen gezüchtet. Einige überleben nicht mehr als ein paar Tage nach dem Kauf. Anonymität treibt den illegalen Online-Welpenhandel nur weiter an. Deshalb ist es umso wichtiger, dass das EU-Parlament diese Schritte unterstützt, gegen Welpenhändler vorgeht und das Bewusstsein der Verbraucher verbessert“, sagt Pluda.

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