10.02.2020 14:40 |

Aus für Tempo 140 fix

Umfrage: Jüngere Autolenker für höheres Tempolimit

Mit 1. März 2020 wird das Pilotprojekt Tempo 140, das auf einigen Abschnitten der Westautobahn (A1) galt, eingestellt. Laut einer ÖAMTC-Umfrage halten sich Befürworter und Kritiker des Versuchs fast die Waage: 55 Prozent sehen das großzügigere Tempolimit als gute oder sehr gute Idee an, 45 Prozent halten es für eine schlechte oder sehr schlechte Idee. Jüngere sind eher für ein höheres Limit.

Unter Fahrern zwischen 18 und 29 Jahren war die Unterstützung für Tempo 140 mit 66 Prozent am deutlichsten. Lenker über 70 Jahre lehnten das schnellere Fahren dagegen zu 63 Prozent ab.

Breite Akzeptanz für Tempo 100/130 auf Freilandstraßen bzw. Autobahnen
Viel weniger kontrovers ist das Meinungsbild zu den allgemeinen Tempolimits. 85 Prozent der Befragten halten Tempo 100 auf Freilandstraßen für angemessen, sieben Prozent wollen schneller, acht Prozent langsamer fahren, berichtete der ÖAMTC.

Ähnlich ist es um die Akzeptanz von Tempo 130 auf Autobahnen bestellt: 64 Prozent halten dort die erlaubte Höchstgeschwindigkeit für angemessen, drei Prozent für zu hoch und 33 Prozent für zu niedrig. Die offene Frage, welche Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen erlaubt sein sollte, ergab 133 km/h - also kaum eine Abweichung zum gültigen Limit.

Klimaschutz-Argument findet wenig Resonanz
Eine Senkung der Tempolimits aus Klimaschutzgründen findet mehrheitlich keine Zustimmung. 68 Prozent lehnten eine Verringerung der erlaubten Höchstgeschwindigkeit auf Freilandstraßen aus Überlegungen des Klimaschutzes auf 80 km/h ab. Gegen eine solche Maßnahme auf Autobahnen mit dem Limit 120 km/h sprachen sich 67 Prozent aus, gegen eine Absenkung auf 100 km/h gar 86 Prozent. 74 Prozent erwarten davon kaum Auswirkungen auf die Umwelt, 54 Prozent fürchten, dass sie nicht mehr zügig an Lkw vorbeikommen, und 53 Prozent orten eine höhere Ermüdungsgefahr durch monotones Fahren.

Für die Umfrage wurden 991 ÖAMTC-Mitglieder ab 18 Jahren im Dezember 2019 repräsentativ befragt.

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