Landespolizei-Bilanz:

„Je mehr Kontrolle, desto mehr erwischen wir“

Landespolizeidirektor Andreas Pilsl (50) zieht Bilanz über die Tätigkeiten, die 4299 Polizeibedienstete im Vorjahr leisteten. Fazit: „Ein Rückgang bei Festnahmen.“ Massiv angestiegen sind Anzeigen von Geschwindigkeitsübertretungen. Der Grund liegt aber vor allem in verstärkter Kontrolle durch die Digitalisierung.

„Krone“: Wie viele Polizisten sind draußen unterwegs?
Andreas Pilsl: Die Exekutivbeamten, die draußen unterwegs sind, zählen 3917. Das ist eine gute Entwicklung. Erstmals haben wir auch 20 Prozent Frauenanteil.

„Krone“: Der Beruf des Polizisten ist attraktiv?
Andreas Pilsl: Ja, im Vorjahr traten 297 in die Polizeischule ein, wir haben jetzt vier Aufnahmetermine im Jahr, ein Drittel der Bewerber sind Frauen.

„Krone“: Steigt die Kriminalität?
Andreas Pilsl: Die Gesamtstatistik wird erst im März vorliegen. Soviel vorweg: Die herkömmliche Kriminalität, etwa der Einbruchsdiebstahl, ist rückläufig.

„Krone“: Was ist aber bestimmt angestiegen?
Andreas Pilsl: 2019 kamen 993.079 Geschwindigkeitsübertretungen zur Anzeige, das sind rund 160.000 mehr als ein Jahr davor

„Krone“: Was ist der Grund?
Andreas Pilsl: Je mehr wir kontrollieren, desto mehr erwischen wir. Durch die Digitalisierung der Radars muss kein Film mehr gewechselt werden. Wir nutzen alle technischen Möglichkeiten und lassen nicht locker! Wir haben gerade zusätzliches Equipment angekauft.

„Krone“: Ist der Arbeitsalltag gefährlicher geworden?
Andreas Pilsl: In der Dienstunfallstatistik sind wir bei 100 Verletzungen von Kollegen im Jahr durch Fremdeinwirkung konstant. Wir haben das Tragen von Schutzgilets, die Stich- und Geschossschutz bieten, verstärkt. Das kommt vor allem bei jungen Kollegen recht gut an.

Elisabeth Rathenböck, Kronen Zeitung

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