08.02.2020 07:27 |

Alexander Rauchenwald

Krebs-frei: „Es fühlt sich wie ein Geburtstag an.“

„Ich bin Krebs-frei!“: Die von allen heiß ersehnte Jubelmeldung kam am Freitag vom überglücklichen Eisbullen Alexander Rauchenwald. Jetzt will der Center wieder voll ins Mannschaftstraining einsteigen, die richtigen Kalorien auf die Rippen kriegen. Das Comeback noch in dieser Saison rückt immer näher. 

Mitte Oktober gab es die Schockdiagnose Lymphdrüsenkrebs. Schon nach sechs Behandlungswochen aber auch die starke Ansage vom 26-jährigen Nationalteamstürmer: „Ich komme auf alle Fälle zurück!“ Und am Freitag konnte „Smokey“ nach einem zweiten Körperscan endgültig befreit aufatmen: „Ich bin Krebs-frei! Überglücklich. Es fühlt sich fast wie ein Geburtstag an.“

Nachdem die Chemotherapie gut gegriffen hatte, sogar die geplanten Bestrahlungen aufgrund veränderter Strukturen abgeblasen werden konnten. „Obwohl ich wusste, dass der erste Scan okay war, bin ich schon ein bissl nervös und angespannt gewesen“, ist Alex, den derzeit eine Grippe plagt, nur zu gut zu verstehen. Jetzt ist Entspannen angesagt, seine Mama kutschierte ihn gestern heim nach Villach.

War nie am Boden zerstört
Im Rückspiegel ist eine harte Zeit. Über die Rauchenwald, der in drei Monaten zur nächsten Kontrolle muss, aber klar sagt: „Am Boden zerstört war ich nie, habe immer Licht am Ende vom Tunnel gesehen. Das gute Umfeld, die Eishalle, der Sport - alles hat mir sehr geholfen.“ Ein bisschen niedergeschlagen sei er nur kurz nach den Therapien gewesen.

Ab Jänner ging es richtig aufwärts. Selbst das Mannschaftstraining ging schon, zuletzt gab es von Trainer McIlvane Lob: „Alex war unser Bester.“ Der aber weiß, dass noch Nachholbedarf besteht. „Nächste Woche setzen wir uns zusammen, wird mit unserem Teamarzt Doktor Klein ein Plan erstellt.“ Ein paar Kilos und Masse sind auf alle Fälle noch aufzuholen.

Soll kein Problem sein. „Ich werde schon die richtigen Kalorien auf die Rippen kriegen“, so der Crack, der im Zuge seiner Erkrankung seine Ernährung umgestellt hat. Wie übrigens auch so mancher Bulls-Kumpel. „Nicht unbedingt vegetarisch oder vegan. Aber das Fleisch reduzieren, viel bewusster Essen.“

Auf Kaderliste geführt
Mit dem grünen Licht, voll ins Mannschaftstraining einzusteigen, kommt auch die Frage nach dem Wettkampf-Comeback. „Warten wir einmal ab. Trainer McIlvane macht mir keinen Druck, gab mir zu verstehen, wenn ich bereit bin und die nötige Fitness habe, jederzeit wieder spielen zu können.“ Fakt ist jedenfalls, dass der Center nach wie vor auf der 60-Punkte-Kaderliste der Eisbullen geführt ist. Die ein letztes Mal am 17. Februar upgedatet werden kann – da gehen nämlich am Eishockey-Transfermarkt die Rollbalken für diese Saison endgültig runter.

Robert Groiss
Robert Groiss
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