05.02.2020 15:52 |

Koralmtunnel

Innenausbau auf steirischer Seite schreitet voran

Auf der Kärntner Seite des Koralmtunnels wird noch gebohrt und gegraben, auf der steirischen Seite ist man hingegen schon beim Innenausbau - und weit fortgeschritten. Über 40 Prozent der Innenschale des gesamten Koralmtunnels wurden fertiggestellt, gesamt 18 Kilometer, so die ÖBB am Mittwoch. Ein Großteil des dazu erforderlichen Betons wird mithilfe von zerkleinertem Ausbrauchmaterial hergestellt.

Mit dem Koralmtunnel entsteht derzeit einer der längsten Eisenbahntunnel der Welt. Noch in der ersten Jahreshälfte 2020 wird der zweite Durchschlag in der Nordröhre erwartet. In der Südröhre glückte der Durchschlag Mitte August 2018.

Parallel zu den Grabungsarbeiten wird bereits am Rohbau mit dazugehöriger Innenschale gearbeitet. Diese dient zur Abdichtung und hat auch statische Funktionen. Von steirischer Seite aus konnten mittlerweile mehr als 18 Kilometer eingebaut werden. Rund zwei Drittel der Längen der beiden Tunnelröhren werden mit einer solchen Innenschale ausgerüstet. Von Kärntner Seite aus starten die Schalungsarbeiten in den kommenden Tagen.

Vier lange Wagen im Einsatz
Bis zu vier Betonschalwagen mit jeweils 12,5 Meter Länge sind derzeit von steirischer Seite aus gleichzeitig im Tunnel unterwegs. Pro Tag und Schalwagen kann so eine gesamte Wagenlänge - ein sogenannter Block - betoniert werden. Für den Beton wird das Ausbruchsmaterial gesiebt und gebrochen. Mehr als 1,3 Millionen Tonnen Gestein werden auf diese Weise für die Produktion wiederaufbereitet.

Der Beton selbst wird wiederum in zwei Mischanlagen an Ort und Stelle produziert. Eine Anlage befindet sich direkt im Tunnel, eine weitere an der Baustelle ober Tage.

Transport größtenteils per Bahn
Der Transport des Materials zur Baustelle erfolgt größtenteils per Bahn. Denn jede Tonne Fracht auf der Schiene verursacht etwa 21-mal weniger Treibhausgasemissionen als mit einem durchschnittlichen Lkw. Von den zwei Mischanlagen zum Einbauort wird der Beton per Stollenbahn transportiert. Auf diese Weise werden nicht nur Ressourcen geschont, sondern rund 130.000 Lkw-Fahrten eingespart, wie die ÖBB vorrechnete.

Der Koralmtunnel ist das 33 Kilometer lange Herzstück der 130 Kilometer langen Koralmbahn zwischen Graz und Klagenfurt. Die Kosten belaufen sich auf rund 5,4 Milliarden Euro. Nach Fertigstellung 2025 können Fahrgäste in nur 45 Minuten vom Uhrturm zum Wörthersee reisen. 

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