05.02.2020 14:47 |

FMA-Studie

Banken sind Lieblingsziel von Cyber-Kriminellen

Fortschreitende digitale Vernetzungen machen Unternehmen und Organisationen für Cyberrisiken immer verwundbarer. Dabei stellt die Finanzdienstleistungsbranche den für Cyber-Angreifer attraktivsten und am stärksten adressierten Sektor dar. Weltweit treffen rund 26 Prozent aller Zugriffe die Finanzbranche, wie die Finanzmarktaufsicht in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie berichtet.

Auch in Österreich sei die Gefährdungslage schärfer geworden, würden die Angriffe signifikant häufiger und komplexer, so die Finanzmarktaufsicht (FMA) nach einer umfassenden Umfrage und Datenerhebung in den heimischen Finanzhäusern (Banken, Versicherer, Wertpapierfirmen, Pensionskassen etc.), die im Jahr 2018 erfolgte und jetzt in die Studie „Digitalisierung am österreichischen Finanzmarkt“ einfloss. Insgesamt sei die Anzahl der erfolgreichen Angriffe im Verhältnis zu den registrierten Attacken jedoch gering.

Besonders anfällig für Cyber-Risiken - die von der FMA grundsätzlich als Teil des IT-Risikos gesehen werden, das zum operationellen Risiko zählt - seien alte IT-Systeme. Bedrohungsszenarien wie gezielter Datendiebstahl und Cyber-Terrorismus hätten sich dagegen bisher bei den österreichischen Instituten nicht realisiert. Als ein Hauptmechanismus von Verlusten werde häufig Ransomware angeführt, wobei die Infektion mit Malware oft über kontaminierte Phishing-Mails erfolge.

Verlust von Geld, Daten und Reputation
Schäden durch digitale Angriffe gehen bei den Unternehmen an mehreren Stellen ins Geld: vom Gewinnentgang, verlorener Arbeitszeit und etwaigen rechtlichen Konsequenzen aus nicht verfügbaren Services über interne und externe Personalkosten für Wiederherstellungsmaßnahmen, physisch beschädigte oder aus Sicherheitsgründen entsorgte Hardware bis zum Daten- und Reputationsverlust.

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