05.02.2020 07:45 |

158 Verletzte

Hochbetrieb in Kärntner Notfallambulanzen

Selbstüberschätzung, zu hohes Tempo, falsche Leihausrüstung und fehlende Sturzräume: Diese Kombination kann auf der Skipiste oft zu schweren Stürzen führen. In den Kärntner Notfallambulanzen herrscht seit Tagen Hochbetrieb. Und die Zahl der Verletzten dürfte in den Semesterferien noch deutlich steigen.

Das Kuratorium für alpine Sicherheit hat in der laufenden Wintersaison bereits 158 Verletzte (117 Verletzte im Jahr 2019) auf Kärntens Pisten gezählt. Sogar zwei Tote gab es zu beklagen.

Viel zu tun, also, für Alpinpolizei, Rotes Kreuz, Bergrettung sowie die Crews der Rettungshubschrauber. „Vor allem am Wochenende hatten wir sehr viele Einsätze auf Pisten“, so Flugretter Heimo Ehgartner vom ÖAMTC-Hubschrauber C11. Ein ähnliches Bild zeichnet Thomas Jank, Geschäftsführer der ARA Flugrettung: „Der Jänner war extrem schön, und da hat es viele auf die Pisten gezogen. Und in den Semesterferien ist sicher mit einem weiteren Anstieg von Pistenunfällen zu rechnen.“

Die Ursachen für folgenschwere Unfälle auf den Kärntner Skipisten sind neben Kollisionen oft auch Selbstüberschätzung, überhöhte Geschwindigkeit sowie die falsche Leihausrüstung. „Heuer führt wohl auch das Fehlen von ausreichend Sturzraum zu schweren Verletzungen“, erklärt Alpinpolizist Josef Bierbaumer.  Am häufigsten treten übrigens Ober- und Unterschenkelbrüche, Bänder- und Knieverletzungen auf.

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