Keine Verhütung!

Mädchen schlucken „Pille“ aus Schwangerschaftstest

Auf TikTok hat sich wieder einmal ein fragwürdiger Trend entwickelt. Nach der lebensgefährlichen Outlet-Challenge ist nun eine nicht weniger riskante Handlung auf dem Vormarsch. Auf der Plattform gehen Clips viral, in denen Mädchen ihren positiven ClearBlue-Schwangerschaftstest auseinanderbauen, um die darin enthaltene Trockenmitteltablette zu schlucken. Denn sie glauben, dass das die Pille danach sei. Mittlerweile hat sich sogar das Unternehmen eingeschaltet und vor dem Verzehr der Tablette gewarnt.

Auf die Idee, dass sich versteckt in einem Schwangerschaftstest, der in jeder Drogerie zu haben ist, die Pille danach befindet, muss man erst einmal kommen. Immerhin befindet sich in so einem Tester keine Apotheke. Irgendjemand hatte jedoch diesen fragwürdigen Geistesblitz und postete ein Video davon auf der sozialen Plattform TikTok, welche schon öfters in der Kritik stand. Die Zielgruppe dieses sozialen Netzwerks sind vor allem junge Mädchen ab 13 Jahren. Das macht diesen „Trend“ natürlich umso gefährlicher.

Seitdem der erste Clip viral gegangen ist, in dem ein Mädchen ihren Schwangerschaftstest auseinanderbaut und die darin enthaltene Pille schluckt, tauchen immer mehr dieser Videos auf. Zahlreiche Teenager glauben anscheinend tatsächlich, dass sich darin die Pille danach befindet. Es ist jedoch lediglich eine Trockenmitteltablette, die verhindern soll, dass der Test durch versehentlichen Kontakt mit Feuchtigkeit unbrauchbar wird.

Mittlerweile hat das Schlucken der Trockenmitteltablette ein Ausmaß angenommen, sodass sich die Hersteller gezwungen sahen, ein Statement zu posten. In diesem ist zu lesen, dass im Test keine Pille danach enthalten ist. Bleibt nur zu hoffen, dass die Teenies dem Unternehmen mehr Glauben schenken, als den Mädchen auf TikTok. Auch TikTok hat sich zu der Problematik geäußert: „Die Bereitstellung eines sicheren und positiven Umfelds hat für TikTok höchste Priorität. Wir entfernen Fehlinformationen, die der Gesundheit einer Person oder der öffentlichen Sicherheit insgesamt schaden könnten. Außerdem entfernen wir Inhalte, die im Rahmen von Desinformationskampagnen verbreitet werden.“

Vielleicht wäre es einfach an der Zeit, dass sich die Social-Media-affine Jugend weniger mit der Selbstdarstellung im Netz und mehr mit den Themen Sexualität und Verhütung auseinandersetzt. Durch das Internet und die Medien werden die Kinder und Teenager zwar früher denn je mit Sex konfrontiert, die wichtigen Fakten scheinen sie aber nicht zu kennen.

Februar 2020

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Viktoria Graf
Viktoria Graf
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