03.02.2020 09:00 |

Politik inoffziell

Unnötige Schuldfrage

Spät aber doch will die heimische Politik den Verkehr in den Griff bekommen. Die momentane Konstellation ist gut.

Derzeit versucht die ÖVP die Salzburger Verkehrsmisere in den Griff zu bekommen. Die Konstellation dafür ist denkbar gut. Die schwarzen Spieler im Land mit Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Finanzreferent Christian Stöckl, Verkehrslandesrat Stefan Schnöll und in der Stadt mit Bürgermeister Harald Preuner und Verkehrszuständige Barbara Unterkofler. Dazu einen schwarze/türkisen Bundeskanzler und eine grüne, für Öffis positiv gestimmte Verkehrsministerin. Jetzt etwas zu bewegen wurde von den Beteiligten erkannt und eine Wende in der Verkehrspolitik wurde eingeleitet. Im Gegensatz dazu, suchen die Salzburger Sozialdemokraten einen Schuldigen: Dies sei alleinig Wilfried Haslauer, weil er von 2004 bis 2013 Verkehrsreferent des Landes und zu dem ÖVP-Chef war. SP-Verkehrssprecherin Sabine Klausner beschwichtigt etwas und sieht die Hauptschuld generell bei der ÖVP. Da lohnt sich ein genauer Blick. Stadt und Land waren sich gerade in Verkehrsfragen meist spinnefeind: Die rote Stadt rot, das schwarze Land. Das änderte sich in den 90er Jahren. Bürgermeister Josef Dechant (ÖVP) hatte mit Hans Katschthaler und Franz Schausberger zwei Parteifreunde als Landeschefs. Dann kam die lange Ära von Bürgermeister Heinz Schaden, der ab 2004 neun Jahre lang mit Gabi Burgstaller eine ebenfalls rote Landeschefin zur Seite hatte. Und natürlich Othmar Raus für die Finanzen. Trotzdem gab es beim Verkehr kein Weiterkommen und schon gar keinen keinen Durchbruch. Nicht zu vergessen: Der langjährige Bürgerlisten-Verkehrsstadtrat Johann Padutsch. Wer ist also Schuld an der Verkehrskrise? Die Liste wäre elendig lang und würde weit zurückreichen.

Einen kleinen Rückschlag hat die Öffi-Tarifreform im Jänner einstecken müssen. Über die App des Verkehrsverbunds konnten keine Standardtickets gekauft werden. Ein kleiner Softwarefehler verhinderte Stunden- und 24-Stundenkarten. Die Qando-App (Salzburg AG) und Scotty (ÖBB) funktionierten. Der Fehler soll bald behoben sein.

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