02.02.2020 16:33 |

Wintercharter belastet

Bürgerliste fordert Maßnahmen gegen Fuglärm

Am Samstag war die Belastung durch den Fluglärm fast im ganzen Stadtgebiet wieder enorm. Insider vermuten einen Deal, dass generell an Winterwochenenden nur in den Süden geflogen wird. Die Bürgerliste fordert Maßnahmen. 

Im Minutentakt donnerten am Samstag Charterflieger Richtung Süden. Nicht nur bei direkten Flughafen-Anrainern dröhnt es da den ganzen Tag über in den eigenen vier Wänden. Auch Spaziergänger hielten sich an beliebten Wegen die Ohren zu.

Gebaut wird trotzdem auch im unmittelbaren Einzugsgebiet des Flughafens auf Hochtouren und das schon lange nicht mehr zu günstigen Preisen. „So generieren wir neue Lärmopfer“, warnt ein Lärmgeplagter davor, dass viele Wohnungssuchende die Auswirkungen nicht im Detail kennen. 

„Die Belastung durch den Fluglärm betrifft mittlerweile die BewohnerInnen eines Großteils des Salzburger Stadtgebietes. Dabei macht Lärm krank - das ist wissenschaftlich zweifellos erwiesen“, so Bernhard Carl, Gesundheitssprecher der Bürgerliste. Ein Stadtflughafen sei für den Charterbetrieb im Winter komplett ungeeignet. 

Zusätzlich sei gar nicht klar, ob die Wintertouristen aus den unzähligen Chartermaschinen ihren Urlaub in Salzburg oder in den angrenzenden Bundesländern verbringen. Ein guter Teil der Wertschöpfung im Tourismus wird nämlich offenbar nicht bei uns lukriert, so die Bürgerliste. Der Münchner Flughafen ist bekanntlich in weniger als zwei Bus- bzw. Zugstunden zu erreichen - eine Entfernung, die auch Wintertouristen zumutbar sei, zumal viele von ihnen ohnehin in benachbarte Bundesländer weiterreisen.

„Das von uns geforderte Zukunftskonzept, das auf die Herausforderungen wie Klimawandel und zunehmende Umweltbelastungen Antwort gibt, liegt immer noch nicht vor. Bürgermeister Preuner muss seiner Fürsorgepflicht für die Salzburger Bevölkerung nachkommen und für eine Verringerung der Anzahl der Flüge sorgen. Wochenenden wie dieses sind jedenfalls unzumutbar“, so Gemeinderat Bernhard Carl.

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